“Was du spielst immer noch mit deiner Puppe? Du Baby!

Kindermund tut ja bekanntlich Wahrheit kund, doch manchmal können Kinder auch auf eine bestimmte Art und Weise -oft auch unbewusst- verletzend und gemein sein. Doch wann wird es wirklich bedenklich, wenn das eigene Kind immer noch an seiner Puppe bzw. an seinem Stofftier oder ähnlichem hängt?

Prinzipiell ist zu sagen, dass Kinder sehr unterschiedlich sind und jedes einzelne Kind seine eigene Zeit für einzelne Entwicklungsschritte braucht. Soll heißen: Manches Kind wird früher selbstständig, manches später. Dabei gibt es kein direktes “richtig oder falsch”.

Im Kindergartenalter ist es noch völlig “normal”, an der Puppe zu hängen. Geht es langsam Richtung Grundschule zu, sollte das Kind sich langsam aber sicher von der Puppe trennen, um einerseits das “Großwerden” zu symbolisieren und sich andererseits auch nicht direkt vor den zukünftigen Mitschülern lächerlich zu machen.

Meistens brauchen Kinder ihre Puppen irgendwann von selbst immer weniger, bis hin zu irgendwann überhaupt nicht mehr. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Sie sich zwei Dinge überlegen: Verlange ich zuviel von meinem Kind? Braucht es mehr Zeit? Es kann sein, dass es einfach ein wenig später die Puppe nicht mehr braucht. Doch eine andere Frage, die Sie sich auf jeden Fall stellen sollten, wenn Ihr Kind wirklich auffällig lange (bis zu einem Alter von etwa zehn Jahren brauchen Sie sich keine Gedanken machen) noch an seiner/ihrer Puppe hängt ist: Was symbolisiert die Puppe für mein Kind? Was steckt dahinter?

Häufig kommt es nämlich vor, dass die Puppe wie eine Art Schutz für das Kind ist, hinter dem es sich “verstecken” kann, das Trost spendet. Dann ist es wichtig herauszufinden, ob Ihrem Kind etwas fehlt: Zuneigung, soziale Kontakte oder ähnliches.

Aber grundsätzlich ist zu sagen: Lassen Sie Ihrem Kind die Zeit, die es braucht!

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