Die tägliche Routine zehrt an den Nerven, das Geld stimmt auch nicht, und irgendwie hatte man sich mehr vom Leben versprochen – wenn der Schulabschluss nicht den eigenen Wünschen und empfundenen Fähigkeiten entspricht, ist das in vielerlei Hinsicht eine Belastung. Eventuell konnte die gewünschte Ausbildung nicht absolviert werden, vielleicht wurde sogar ein heiß ersehntes Studium nicht begonnen.

Abhilfe schafft hier die Abendschule. Sie ermöglicht es berufstätigen Menschen, ihren Broterwerb und ihre Weiterbildung miteinander in Einklang zu bringen. Wie der Name bereits andeutet findet der Unterricht hier vorwiegend in den Abendstunden statt, bisweilen auch an Wochenenden. Das Nachholen eines Schulabschlusses kostet an einer städtischen Abendschule wenig bis nichts – kleine Sozialbeiträge und die Anschaffung von Unterrichtsmaterialien sind meistens die einzigen Kosten, die anfallen.

Eine Abendschule besuchen kann fast jeder, der nicht mehr schulpflichtig ist: die untere Altersgrenze liegt in der Regel bei 19 Jahren. Nach oben hin ist die Grenze offen: ob die Abendschule besucht wird, weil man sich hiervon bessere berufliche Chancen durch bessere Ausbildung, den Besuch einer Universität oder einfach nur persönliches Wachstum verspricht – die Motivationen sind unterschiedlich.

Wie lange der Unterricht an der Abendschule besucht werden muss, hängt vom Bundesland, dem bisherigen Bildungsstand und dem gewünschten Schulabschluss ab. Rechenbeispiel: Ein ehemaliger Realschüler in Nordrhein-Westfalen mit abgeschlossener Berufsausbildung besucht eine Abendschule, um sein Abitur nachzuholen. Er müsste hierfür sechs Semester, also drei Jahre, einplanen. Hat er bereits die Fachhochschulreife, verkürzt sich seine Ausbildung um ein Jahr. Wer Durchhaltevermögen beweist und mehr als einen Abschluss nachholt, kann mit weiteren Verkürzungen der Schulzeit rechnen.

Wenn also zu Ihrem Glück oder Ihrem Traumberuf einfach der Schulabschluss fehlt: Nur zu – besser spät als nie!

In Ihnen steckt mehr, als sie denken.

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