Das Erbrecht regelt die Rechtsnachfolge bezüglich des Vermögens eines Verstorbenen. Das Erbrecht findet in Deutschland im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) seine Regelungen.

Im Erbrecht unterscheidet man unter der gesetzlichen Erbfolge sowie der Verfügung von Todes wegen, dem Erbvertrag bzw. dem Testament.

Grundsätzlich gilt, dass jeder Erbe sein kann und somit das Erbe entgegennehmen kann, der im Falle des Eintretens des Erbfalles lebt. Als einzige Ausnahme gilt hier das ungeborene Kind, das bereits im Mutterleib zum Erben werden kann.

Da jeder Mensch über sein Vermögen von Todes wegen frei verfügen kann, steht es jedem frei, im Todesfalle die gesetzliche Erbfolge eintreten zu lassen oder über sein Vermögen mittels Testament oder Erbvertrag vorab zu bestimmen.

Trifft der Erblasser vor seinem Ableben keinerlei Vorkehrungen in Form einer Verfügung von Todes wegen, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Diese Erbfolge sieht ein Erbrecht für die Verwandten, den Ehegatten sowie den Staat vor. Generell ist zu sagen, dass in der gesetzlichen Erbfolge die näheren Verwandten des Erblassers die ferneren Verwandten ausschließen. So ist im Erbrecht geregelt, dass zunächst der Ehegatte des Erblassers sowie die Kinder und Enkelkinder erben. Sind kein Ehegatte oder Kinder und Kindeskinder mehr vorhanden, treten die Eltern des Erblassers als Erben ein, später die Großeltern und sogar die Urgroßeltern des Verstorbenen.

Das Erbrecht des Ehegatten ist als Sonderfall noch an den Güterstand gebunden, der in der Ehe vereinbart worden war. Hiernach richtet sich der Anteil am Nachlass. Ist kein Erbe mehr am Leben, tritt der Staat als letzter Erbe ein.

Wer schon vor seinem Ableben jegliche Verteilung des Vermögens bestimmen möchte, tut dies mittels Testament oder Erbvertrag. Der Erblasser kann so Pflichten und Auflagen festlegen, Beschränkungen und Entziehungen des gesetzlichen Pflichtteils anordnen.

Das Testament kann sowohl eigenhändig als auch von einem Notar verfasst werden. Ferner können Ehegatten ein gemeinschaftliches Testament verfassen. Genauso verhält es sich mit dem Erbvertrag, welcher sowohl als einseitiger Erbvertrag als auch als beidseitig verpflichtender Erbvertrag geschlossen werden kann, der beide Vertragsparteien gleichermaßen verpflichtet.

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