Immer mehr Kinder wachsen heutzutage als Einzelkind auf. Gerade für diese ist es sehr wichtig, in Kontakt mit Gleichaltrigen zu kommen und somit soziale Kompetenzen zu erlernen. Dies ist in einer Kita sehr gut möglich. Aber auch für Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen, ist eine Kita sehr förderlich. Hier lernen sie andere gleichaltrige Kinder kennen, mit denen sie gemeinsam spielen können. Von ihren größeren Geschwistern können sie sich sicherlich viel abschauen, aber der Kontakt zu Gleichaltrigen sollte auch gegeben sein.

Leider müssen in vielen Familien beide Elternteile arbeiten, um finanziell über die Runden zu kommen. Aber es gibt auch viele Alleinerziehende, die eine optimale Betreuung für ihr Kind brauchen. Vielfach hat man als Elternteil auch gar nicht die Möglichkeit, all die Spielsachen anzuschaffen, die in einer Kita vorhanden sind. Und so viele Kinder wie in einer Gruppe möchte man auch nicht ständig zuhause haben. Deshalb ist es optimal, die eigenen Kinder zumindest stundenweise dort in die Betreuung zu geben.

Aber wie finde ich eine geeignete Kita? Adressen erhalten Sie beim zuständigen Jugendamt. Vereinbaren Sie telefonisch mit der Kita-Leitung einen Besichtigungstermin und lassen Sie sich hier alle örtlichen Gegebenheiten zeigen. Wenn möglich, sollten Sie dabei auch schon eine oder mehrere Erzieherinnen kennenlernen. Schauen Sie sich die Spielmöglichkeiten sowohl im Gebäude als auch im Außenbereich an. Wirken die Geräte neu oder schon ziemlich abgenutzt? Nach welchen Konzepten handeln die Erzieherinnen? Handelt es sich um eine Kita, die die Walddorf-Pädagogik bevorzugt oder andere Programme durchführt?

Wenn Ihr Kind bereits mit einem oder zwei Jahren eine Kita besuchen soll, wird es wahrscheinlich auch noch Windeln tragen. Gibt es hierfür ausreichend Wickelplätze? Sind die Toiletten in kindgerechter Höhe? Und ist ausreichend Personal vorhanden? Bei einer Gruppe von fünfzehn bis zwanzig Kindern unter drei Jahren sollten sich mindestens drei bis vier Erzieherinnen um die Kinder kümmern. Von Vorteil wäre es auch, wenn sie um ein oder zwei Praktikanten ergänzt werden.

Achten Sie auch auf die Öffnungszeiten der Kita und ihre Erreichbarkeit. Es bringt nichts, wenn sie ein wunderbares Programm für Ihr Kind anbietet, Sie aber erst durch die ganze Stadt fahren müssen, um sie zu erreichen. Außerdem fehlt dann der Kontakt zu Nachbarkindern, die diese Einrichtung ebenfalls besuchen.

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1 Kommentar

  1. Also wir haben nur schlechte Erfahrungen mit Kitas gemacht. Da ich aber aus finaniziellen Gründen meinen Job wiederaufnehmen musste blieb uns nicht anderes übrig.
    Erstmal war es vor anderthalb Jahren fast unmöglich für unsere beiden Knirpse, Marc (4) und Julian (6), überhaupt einen geeigneten Kitaplatz zu bekommen. Als wir dann einen Platzt bekamen waren die sehr kompetenten und netten Erzieherinnen die meiste Zeit einfach nur überlastet.
    Die Nachfrage ist viel zu hoch, das Angebot zu knapp und der Druck auf den einzelnen Kitas die Gesetzesvorlagen einzuhalten so stark, dass einige Sachen einfach schieflaufen mussten.
    Zum Glück ist meine Schwiegermutter vor kurzem in Rente gegangen und seitdem kümmert sie sich um unsere Kleinen. Da wissen wir wenigstens, sie genug Zeit und Aufmerksamkeit bekommen, dam die so wichtige Erziehung im Kindesalter nicht vernachlässigt wird, was IMO bei den Kitas auf Grund des zu großen Drucks auf die Erzieherinnen schlicht und einfach passieren muss

    Kommentar von Steffi S. — 4. Januar 2013 @ 11:21

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