Während der letzten Zeit in der Schule taucht bei allen Schülern früher oder später die Frage auf: Mache ich ein Studium oder eine Ausbildung? Das Für-und-Wider ist umfangreich und man sollte sich genauestens über beide Möglichkeiten informieren, bevor man eine Entscheidung trifft.

Wer über ein Studium nachdenkt, sollte sich darüber im Klaren sein, wo die Vor- und Nachteile liegen. Vorteilhaft ist zum Beispiel, dass man nach dem Studium mit einem höheren Einstiegsgehalt rechnen kann als nach der Ausbildung. Die Karrierechancen sind oft besser, man kann im Laufe des Studiums durch Praktika verschiedene Einblicke in unterschiedliche Firmen gewinnen und oft kann man sein Studium mit einem Auslandsaufenthalt verbinden. Auslandsaufenthalte werden von vielen Studenten als sehr lehrreich empfunden und eröffnen zudem noch einmal mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt, einmal durch die gesammelten Erfahrungen und zudem noch durch das gute Beherrschen einer Fremdsprache.

Das Studium läuft relativ flexibel ab, zumindest in den meisten Fällen – man hat die freie Wahl, wann man zur Vorlesung geht und wann nicht. Der Student hat zudem länger Zeit, um sich einen klaren Berufswunsch zu bilden. Das Studium eröffnet zwar einen Berufsbereich, doch dieser muss erst später konkretisiert werden. Statistisch gesehen laufen junge Menschen mit einem Bachelor- oder Masterabschluss noch immer weniger Gefahr, arbeitslos zu werden, als andere. Die Gestaltung des Lehrplans, der Freizeit und der Lernzeiten läuft eigentverantwortlich ab – für die einen ist das ein Vorteil, für andere ein Nachteil. Schließlich erfordert es eine Menge Selbstdisziplin, sich an die zeitlichen Vorgaben zu halten. Nachteilig ist außerdem, dass Studenten meist kein regelmäßiges Einkommen haben und sich immer häufiger mit „Studentenjobs“ über Wasser halten müssen, sofern sie nicht einen hohen Satz BAföG bekommen. Studiengebühren und Materialkosten fallen noch zusätzlich an. Zudem braucht der Student viel Geduld und Durchhaltevermögen, denn die meisten Studiengänge dauern einige Jahre und nicht wenige verbringen fast die kompletten 20er mit dem Studieren. Wer früh eine Familie gründen möchte, hat durch das wenige Geld meist schlechte Karten. Einigen Studenten fehlt auch die praktische Ausbildung, solange sie nicht eigenmächtig viele Praktika gemacht haben. Vor allem ein Studium an einer Universität ist oft sehr theoretisch angelegt.

Ein Studium sollte also von Anfang an gut überlegt sein. Ein Studium ist, trotz guter Chancen, immernoch kein Garant auf einen festen Arbeitsplatz, vor allem in Anbetracht der immer weiter wachsenden Studentenzahl.

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