Die astrologische Lebensberatung ist heute aus dem Angebot professioneller Wahrsager und Hellseher nicht mehr wegzudenken. Viele Menschen nutzen diese Form der Dienstleistung, um sich bei wichtigen Entscheidungen im Leben helfen zu lassen.

Betrachtet man die Wurzeln dieser astrologischen Methoden, dann muss man sich zwangsläufig mit dem Bildungsideal des Mittelalters auseinandersetzen. Dies war gegliedert in die Septem Artes Liberales, die Artes Mechanicae und die Artes Magicae. Die sieben freien Künste unterteilen sich in das Trivium und das Quadrivium. Das Erlernen dieser Disziplinen markierte zur damaligen Zeit den Bildungsweg eines Gelehrten und war den Besten vorbehalten. Das Handwerk vermittelten die Artes Mechanicae, welche im Gegensatz zur Gelehrtenbildung praxisorientiert war. Das, was heute von Wahrsagern und Hellsehern angeboten wird, hat seinen Ursprung in den Artes Magicae. Wer sich für die allgemeinen Abläufe einer astrologischen Lebensberatung interessiert, der kann bei Fragen zur Astrologie hier klicken.

Von der Totenbeschwörung zur Lebenshilfe

In diese Kategorie fiel alles Zwischenweltliche, das zur damaligen Zeit – und zum Teil auch noch heute – nicht mit den Gesetzmäßigkeiten der Welt erklärt werden konnte. Weiter verstand man unter dem Begriff aber auch die Anrufung von Geistwesen. Einer der berühmtesten Vertreter dieser Zunft waren der Universalgelehrte Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim sowie der Arzt und Alchemist Paracelsus. Hauptsächlich waren die Beschwörung der Natur- und Erdgeister für die Arbeiten des Paracelsus interessant, der selbst vier verschiedene Arten der Nekromantie unterschied.

Natürlich waren diese Forschungsfelder mit dem mittelalterlichen Ideal einer christlichen Gesellschaft unvereinbar, sodass die Artes Magicae mehr geächtet denn gefördert wurden. Obwohl sie ihre Forschungen bereits im 14. und 15. Jahrhundert durchführten, leisteten Agrippa und Paracelsus für die moderne Astrologie wertvolle Erkenntnisse, die sich heute noch auf die Arbeit von Wahrsagern auswirken.

Die Parallelentwicklung beliebter Techniken

Allerdings gründen die heutigen Methoden nicht allein auf der Arbeit dieser beider Herren, obwohl sich ihr Tun merklich auf den Fortschritt in dieser Richtung ausgewirkt hat. Ein sehr beliebtes Medium der Lebensberatung ist das Tarot, dessen Ursprung möglicherweise das Frankreich des 15. Jahrhunderts war. Allerdings war es zur damaligen Zeit noch ein normal gebräuchliches Kartenspiel, dessen esoterische Auslegung erst viel später erfolgte, nämlich gegen Ende des 18. Jahrhunderts.

Auch etwa zu dieser Zeit wurden die anderen Techniken wie das Gläserrücken oder eben weitere Formen des Kartenlegens immer populärer, wogegen das Kaffeesatzlesen eher eine neuzeitliche Erscheinung ist. Die Astrologie hat sich in den letzten Jahrhunderten enorm weiterentwickelt, sodass sie sich aus der Nische befreien konnte und nun von den Menschen als seriöser Zweig der Lebensberatung wahrgenommen wird. Wer noch weitere Informationen zu diesem Thema haben möchte, der kann sich im Internet sehr gut informieren.

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