Bei den meisten Textilien ist es sinnvoll, sie vor dem Bügeln etwas anzufeuchten, damit sie sich leichter behandeln lassen. Ganz nass sollte die Wäsche jedoch nicht mehr sein. Eine gute Alternative ist ein Dampfbügeleisen, das die gewünschte Feuchtigkeit während des Bügelns selbst produziert.

Diese Bügeleisen haben meist ein Fach für Wasser, das regelmäßig aufgefüllt werden muss. In Kombination mit der Hitze des Eisens wird so Dampf erzeugt. Es gibt Bügeleisen, die dampfen die ganze Zeit von alleine, bei anderen Modellen gibt es einen extra Knopf für den Dampf. Diesen kann man zum Beispiel drücken, wenn eine Stelle in der Kleidung besonders zerknittert ist. Die Feuchtigkeit macht das Bügeln leichter und den Stoff ergiebiger. Eine Ausnahme gilt bei Kleidungsstücken aus Seide, diese sollten niemals mit Wasser eingesprüht werden. Sie können, genau wie Wolle, stattdessen zum Beispiel zwischen zwei leicht feuchten Tüchern gebügelt werden.

Bügeleisen haben verschiedene Hitzestufen. Meist sind diese Stufen durch Punkte gekennzeichnet: Ein Punkt ist die niedrigste Stufe mit etwa 110°C, zwei Punkte sind die mittlere Stufe mit ca. 150°C und drei Punkte die höchste Stufe mit etwa 220°C. Nun sollte man aber auf keinen Fall einfach willkürlich eine der Stufen auswählen, da dies der Kleidung enorm schaden kann. Eigentlich haben alle Kleidungsstücke in der Innenseite kleine Schildchen mit Hinweisen zur Wäsche und zum Bügeln. Das Symbol, auf das man beim Bügeln achten sollte, ist ein Bügeleisen mit Punkten drin. Die Punkte zeigen an, auf welcher Stufe das Kleidungsstück gebügelt werden sollte. Es gibt auch Textilien, die nicht gebügelt werden dürfen, in diesem Fall ist dann das Bügeleisen durchgestrichen. Man sollte auf keinen Fall gegen diese Anweisung handeln, da es Stoffe gibt, die die Hitze des Bügelns gar nicht vertragen. Es gibt zum Beispiel Kunststoffe, die beim Bügeln mit den Fasern einfach am Bügeleisen festkleben. Damit ist erstmal das Bügeleisen stark verschmutzt und das Kleidungsstück kann man dann wahrscheinlich auch nicht mehr tragen. Wenn die angegebene Bügelstufe nicht ausreicht, um die Falten zu glätten, sollte nicht gleich auf eine höhere Stufe gestellt werden, sondern das Kleidungsstück am besten erstmal angefeuchtet werden. Gibt es keine Hinweise zum Bügeln, kann man nach der Faustregel gehen: Je empfindlicher und dünner der Stoff ist, desto niedriger sollte die Bügel-Stufe sein. Textilien aus Wolle müssen fast nie gebügelt werden, sondern können feucht in Form gezogen werden.

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