Ein Fahrradhelm ist wichtig, um dem Fahrradfahrer im Falle eines Unfalls oder Sturzes Schutz zu bieten, vor allem im Bereich des Kopfes.  Schon früher wurde eine Art Fahrradhelme getragen, meist in Form eines Sturzringes oder einer Sturzkappe. Seit 1920 werden bei Fahrradrennen auch schon Hartschalenhelme benutzt, um die Fahrer zu schützen. 

Heute gibt es drei verschiedene Arten von Fahrradhelmen, nämlich die Mikroschalen-Helme, die Hartschalen-Helme und die Weichschalen-Helme. Am häufigsten findet man heute die Mikroschalenhelme. Sie haben einen dünnen Kunststoffüberzug, eine glatte Oberfläche und Lüftungslöcher, um die Schweißbildung unter dem Helm zu vermindern. Die Hartschalen-Helme haben über einer Schicht aus Schaumstoff noch eine harte Schicht Kunststoff. Sie haben ein relativ hohes Gewicht, weswegen sie eher im Profisport zu finden sind. Die Weichschalen-Helme bestehen nur aus Hartschaumstoff, was sie relativ unsicher macht, da sie bei einem Sturz nur unzureichenden Schutz bieten können. Sie sind als Kinderhelme verboten und auch sonst kaum noch verbreitet.

Ein Fahrradhelm sorgt durch seine mechanischen Gegebenheiten für ein geringeres Risiko einer Schädelverletzung. Durch den Schaumstoff entsteht eine Knautschzone, die durch Kompression oder Bruch Energie aufnimmt. Dadurch wird der Schädel mit geringerer Beschleunigung konfrontiert. Auch Platzwunden, Abschürfungen und Prellungen können durch das Tragen eines Fahrradhelms vermieden werden. Ein Nachteil des Fahrradhelms ist, dass er vor allem bei einem seitlichen Aufprall die Einwirkung auf die Halswirbelsäule erhöht, sodass es schneller zu Wirbelsäulen-Schäden kommen kann.

In Deutschland gibt es keine Helmpflicht. Trotzdem ist erwiesen, dass ein relativ großer Anteil der Verletzungen bei Fahrradunfällen im Kopfbereich auftreten, die durch das Tragen eines Fahrradhelm verhindert oder zumindest eingeschränkt hätten werden können. Das ist ein deutlicher Pluspunkt für den Fahrradhelm. Leider liegt das Tragen eines Helmes modisch nicht sehr im „Trend“, sodass vor allem die Jugendlichen und Erwachsenen oft auf einen Fahrradhelm verzichten, unter anderem auch, um nicht die Frisur zu gefährden oder vielleicht „uncool“ zu wirken. Es sollte aber zumindest bei Kindern für einen ausreichenden Schutz des Kopfes beim Fahrradfahren gesorgt sein.

Unfälle können schnell passieren – ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und schon kann es zu spät sein. Oft unterschätzen Fahrradfahrer dieses Risiko, was das Tragen eines Helms umso wichtiger macht.

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