Es gibt in Deutschland zahlreiche verschiedene Schwimmabzeichen, die unter bestimmten Bedingungen erreicht werden können. Es handelt sich dabei um bunte Aufnäher, die auf der Badebekleidung befestigt werden können. Zusätzlich erhält man den Schwimmpass oder Schwimmausweis. Die ersten Prüfungsordnungen wurden im Jahr 1877 herausgegeben.

Das erste Abzeichen, das normalerweise von Kindern erreicht werden kann, ist das sogenannte Seepferdchen. Dafür muss das Kind 25 Meter am Stücken schwimmen, einmal vom Beckenrand springen und einen Gegenstand aus brust- oder schultertiefem Wasser holen.

Das nächste Schwimmabzeichen ist das Jugendabzeichen Bronze. Hierfür muss der Schwimmer 200 Meter in weniger als 15 Minuten schwimmen, einen Gegenstand aus etwa 2 Metern Tiefe holen, er muss den Startsprung beherrschen oder vom Sprungbrett aus 1 Meter Höhe springen und muss über Kenntnis der Baderegeln verfügen.

Anschließend kann das Jugendschwimmabzeichen Silber erlangt werden. Dafür muss 400 Meter am Stück geschwommen werden, und das in höchstens 25 Minuten, wobei 300 Meter in Bauchlage und 100 Meter in Rückenlage absolviert werden müssen. Der Schwimmer muss zweimal aus 2 Metern Tiefe einen Gegenstand hervorholen und 10 Meter streckentauchen. Er muss einen Sprung aus 3 Metern Höhe vorzeigen und muss über die Kenntnis von Baderegeln und Selbstrettung verfügen.

Nach dem silbernen Jugendschwimmabzeichen kann dann goldene Jugendschwimmabzeichen erworben werden. Dafür muss der Prüfling 600 Meter in höchstens 24 Minuten schwimmen, er muss in höchstens 70 Sekunden 50 Meter Brustschwimmen und 25 Meter Kraulschwimmen. Dazu kommen 50 Meter Rückenschwimmen mit Grätschwung ohne Armtätigkeit oder alternativ Rückenkraulen. Er muss 50 Meter Transportschwimmen schaffen und dabei einen Gegestand schieben oder ziehen. Anschließend muss er dreimal einen Gegenstand aus 2 Metern Tiefe holen und hat dabei nur je einen Versuch und 3 Minuten Zeit. Hinzu kommen 15 Meter Streckentauchen, ein Sprung vom 3-Meter-Brett und eine Prüfung darüber, ob der Schwimmer die Baderegeln und die Selbstrettung sowie einfache Fremdrettung beherrscht.

Die Erwachsenen müssen für ihre Schwimmabzeichen noch etwas härtere Prüfungen bestehen. Das Schwimmabzeichen Bronze erfordert das Schwimmen von 200 Metern in weniger als 7 Minuten, die restlichen Voraussetzungen sind die gleichen wie bei der Prüfung für das Jugendschwimmabzeichen. Für das silberne Schwimmabzeichen muss der Erwachsene 400 Meter in weniger als 12 Minuten schwimmen und muss zusätzlichen zu den Jugendregeln zwei Sprünge vom Beckenrand tätigen, einen kopf- und einen fußwärts. Für das goldene Schwimmabzeichen gelten ähnliche Regeln wie für die Jugendlichen, jedoch mit verschärften Zeitbeschränkungen.

Neben den üblichen Schwimmabzeichen können Fortgeschrittene auch Leistungsschwimmabzeichen („Hai“, silber und gold) sowie Rettungsschwimmabzeichen („Junior Retter“, bronze, silber und gold) erwerben.

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