Während die Geschäftsreiseluftfahrt noch immer die Turbulenzen der globalen Rezession zu spüren bekommt und einer Trendwende im Bereich des Flugzeug mietens und im Verkauf von Privatjets entgegensieht, wenden sich einige Hersteller berühmten Markenbotschaftern der Hoffnung zu, den eigenen Umsatz etwas mit dem glitzernden Sternenstaub Hollywoods zu vergolden.

Der brasilianische Jethersteller Embraer Executive Jets gab kürzlich mit einem Kurzfilm die Marschrichtung vor, in dem die Vorzüge des neuen Privatjet Legacy 500 von Jackie Chan vorgestellt werden. Der sechsminütige Film mit dem Titel “Unglaublich” erinnert an einen Alienstreifen aus Hollywood im Stil von Men in Black und der Privatjet kommt darin als UFO daher.

Als offizieller Markenbotschafter für Embraer hat der beliebte Kung-Fu-Darsteller natürlich auch seinen eigenen Privatjet vom Typ Legacy 640, auf dessen Heck ein einzigartiges Jackie-Motiv zu sehen ist.

Embraer verspricht sich davon, dass der in Hongkong geborene Chan das weitere Wachstum des Unternehmens in den neuen entstehenden Märkten für die Geschäftsreiseluftfahrt wie beispielsweise China beflügeln wird.

Auch Bombardier Business Aircraft setzt in großem Stil auf Markenbotschafter wie John Travolta. Der amerikanische Kinostar ist bei Bombardier seit 2011 als berühmtester Jetpilot des kanadischen Herstellers in der Challenger 601 mit an Bord. Als Flugzeugnarr besitzt Travolta elf verschiedene Fluglizenzen und wirkte sogar als Testpilot an der Zertifizierung des neuen Mittelklassejets Challenger 350 mit. Bei seinem Werbeauftritt im Rahmen der Genfer Privatjetshow EBACE 2013 verriet er den Reportern Folgendes über sich und seine Leidenschaft: „Es ist wie bei einem Engel, der Heimweh hat.“

Bombardier hat eine Reihe weiterer Markenbotschafter gewinnen können, darunter auch Tennisstar Novak Djokovic, den Architekten Frank Gehry und den klassischen Pianisten Lang Lang, während Tom Cruise und Jim Carrey zu den berühmtesten Privatjetkunden von Gulfstream zählen.

Der jüngste taktische Zug von Cessna mit einem Starkunden schaffte es aber aus außergewöhnlichen Gründen sogar bis in die internationalen Schlagzeilen, als Justin Bieber zu Beginn dieses Jahres ins Visier der deutschen Zollbehörden geriet. Der Star hatte sein Kapuzineräffchen Mally in einem gecharterten Privatjet vom Typ Cessna Citation X bei seiner Ankunft in München dabei, ohne vorher die notwendigen Formalitäten geregelt zu haben. So wurde das Tier dann konfisziert und in ein Tierasyl gebracht. Mally wird wohl kaum so bald als offizieller Markenbotschafter zu sehen sein, aber die Medien lieben die Privatjet-Eskapaden der Stars.

Bericht: Anna Montgomery

1 Kommentar

  1. Interessanter Artikel mit stimmigen Fakten. Der amerikanische MArkt, ist schon deutlich weiter, als der europäische. Aber auch hier entwickelt sich einiges 😉

    Kommentar von Privatjet Charter — 2. Mai 2017 @ 22:20

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