Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung kann man zusätzlich eine Krankenzusatzversicherung abschließen. Die gilt ausschließlich für gesetzlich Versicherte. Mit einer solchen Krankenzusatzversicherung werden im Krankheitsfall höhere Kosten und mehr Leistungen übernommen als in der regulären Versicherung. Die Kosten dafür hängen ganz vom Alter, vom Gesundheitszustand, von den gewünschten Leistungen und von dem Geschlecht des Versicherungsnehmers ab. 

Es gibt verschiedene Arten von Krankenzusatzversicherungen. Beliebt sind zum Beispiel Zahnzusatzversicherungen, da die gesetzlichen Kassen oft nur das Nötigste eines Zahnarztbesuchs übernehmen. Allein schon, wenn man keine Amalgamfüllung sondern eine dezentere Füllung bekommen möchte, muss man das aus eigener Tasche zahlen. Auch wenn größere Eingriffe anfallen oder besondere Methoden angewandt werden müssen, streikt die Kasse oft, genau wie beim Thema Zahnersatz und Zahnreinigung. Die Leistungen, die dann eine Krankenzusatzversicherung übernehmen würde, kann man vorher zusammen mit der Versicherungsgesellschaft festlegen. Nach der Menge der Leistungen und nach den Kosten für diese richtet sich dann im Endeffekt der monatliche Preis. In relativ jungem Alter kann man da mit nur wenigen Euro im Monat auskommen, je älter man wird, desto teurer wird die Versicherung.

Grundsätzlich gilt, dass sich Krankenzusatzversicherung nicht für jeden lohnen. Am meisten empfehlen sich solche Abschlüsse, wenn besondere Fälle vorliegen. So lohnt sich zum Beispiel eine Brillenversicherung, wenn man eine besonders teure Brille erworben hat. So eine Versicherung fällt allerdings in den Bereich Sachversicherungen und ist nicht direkt eine Krankenversicherung, auch wenn man das annehmen könnte. Die Krankenzusatzversicherung kann dann zahlen, wenn sich der Dioptrienwert verändert hat und deshalb eine neue Brille bzw. neue Gläser her müssen. Je nach Tarif übernimmt sie dann den vollen Preis oder einen Teil davon.
Wer ein Fan von Heilpraktikerbehandlungen ist, kann sich auch eine Krankenzusatzversicherung für diesen Fall zulegen. Wichtig ist jedoch immer, dass eine Krankenzusatzversicherung präventiv abgeschlossen wird, also dann, wenn noch keine Beschwerden vorliegen. Im Falle einer Heilpraktikerversicherung gibt es zum Beispiel eine Wartezeit von drei Monaten, bis man die erste Behandlung bezahlt bekommt. Noch strenger ist es im Falle von Zahnerzatz, hier gilt eine Wartezeit von bis zu acht Monaten. So wollen die Versicherungen verhindern, dass die Kunden bereits bedüftig sind, wenn sie frisch versichert sind.

Ähnliche Beiträge

Keine Kommentare

Keine Kommentare bisher.

Diesen Beitrag kommentieren