Jeder kennt sie, die Regale der Juweliere werden von ihnen in allen möglichen Varianten geschmückt: Perlen. Es gibt sie in unterschiedlichen Farbe, Größen und mit variierendem Glanz. Heute haben viele Frauen ein Schmuckstück aus diesem einst so rarem schönen Fehltritt der Natur.

Vom Parasiten zum Schmuckstück

Perlen entstehen in Muscheln. Warum sie entstehen, ist nicht eindeutig geklärt. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass in der Muschel durch Parasiten eine Art Zyste entsteht, die dann von Calciumcarbonat – dem Bausstoff der Muschel – umhüllt wird. So bildet sich nach und nach eine dicke runde Kugel aus Perlmutt um die winzige Zyste. Aber auch flache, blütenartige Perlmuttstücke können sich bilden.

Schon in der Antike beliebt

Schon im alten chinesischen Kaiserreich um 2000 vor Christus wurden Perlen als Schmuckstücke verwendet. Seit dem symbolisieren sie Reichtum, Weisheit und Würde. In Indien sollen sie Kinderreichtum bescheren, in Japan verspricht das Tragen von Perlen Glück. In Europa galten Perlen seit dem Mittelalter als Zeichen der Liebe zu Gott. Perlen versprachen zudem auch heilende Wirkungen. Seit dem 19. Jahrhundert wurde von letzterer Zuschreibung allerdings Abstand genommen. Noch heute strahlt eine Perle Noblesse und Schönheit aus.

Heutzutage können Perlen durch Zuchtmuscheln leicht hergestellt werden. So ist die Schmuckindustrie nicht mehr vom zufälligen Auftreten der Perlmuttbildung angewiesen. Zudem werden Steine oder Glaskugeln so angemalt, dass sie wie Perlen erscheinen. Der Nachteil bei diesem oft sehr günstigen Schmuck ist, dass der Perlmuttstil durch Abreibung verloren geht. Echte Perlen hingegen haben auch bei Beschädigungen oder Verschliss noch den perlmutttypischen Anblick.

Perlen in der Schmuckverarbeitung

In der Schmuckverarbeitung können die Diamanten des Meeres unzählig genutzt werden. Ob als einfacher Ohrstecker, Teil einer Brosche oder eines schönen Armreifs: Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Eine klassische Perlenkette passt zu jedem Schmuck und lässt sich toll mit edlen Ringen aus Gold oder Silber kombinieren. Wer eine Perle sein Eigen nennen will, muss auf gute Beratung achten. Eine echte von einer unechten Perle zu unterscheiden, ist für den Laien fast unmöglich.

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