Für viele sind sie kleinen Muntermacher oder Schmerzstiller. Doch Schmerzmittel können in Form einer Überdosis zur lebensbedrohlichen Gefahr werden.

Im Schnitt nimmt jeder Deutsche im Verlauf seines Lebens zwei Monate jährlich Schmerzmittel zu sich. Zehn Prozent der Deutschen nehmen sie sogar täglich ein, als Fit- oder Muntermacher.

Wie gefährlich die kleinen Schmerzpillen sind, die unter anderem Wirkstoffe wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen beinhalten, lassen einige berühmte Beispiele vermuten:

Der US-Schauspieler Jeff Conaway („Grease“) starb an den Folgen einer Überdosis von Schmerzmitteln. Michael Jackson und Heath Ledger mischten verschiedene Medikamente miteinander und unterschätzten die Wechselwirkung des Medikamenten-Cocktails. Sie büßten dafür mit ihrem Leben. Whitney Housten mischte Schmerzmittel mit Alkohol und starb an den Folgen dieser fatalen Mischung. Auch Silvester Stallones Sohn Sage Stallone soll infolge einer Schmerzmittel-Überdosis gestorben sein.

Bei der Einnahme von Schmerzmitteln ist höchste Vorsicht geboten. Vor allem bei den Medikamenten, welche die Wirkstoffe Paracetamol und ASS enthalten, kann eine Überdosis im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Der Wirkstoff ASS wirkt in einer Überdosis über Tage stark blutverdünnend, sodass die normale Blutgerinnung nur stark eingeschränkt erfolgt, was fatale Folgen haben kann. Eine OP darf erst vier Tage nach der Einnahme ausgeführt werden. Darüber hinaus kann ASS Geschwüre im Darm und Asthmaanfälle auslösen. Von der Einnahme dieses Medikamentes sollte jeder absehen, der noch keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte.

Paracetamol sollte eine Tagesdosis von vier Gramm nicht überschreiten. Die Überschreitung der Grammzahl stellt bereits eine Überdosis dar, die sich aber schleichend bemerkbar macht. So merkt man einen Tag nach der Einnahme noch nichts. Am zweiten Tag können unspezifische Symptome wie Übelkeit und Schmerzen im Bauchbereich festgestellt werden. Das Medikament greift die Leber an, welche infolge der Überdosis einem langsamen Verfallsprozess unterliegt. Erfolgt keine lebensrettende Lebertransplantation, ist der oder die Betroffene zum Tode verurteilt.

Modernere Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen wirken in Form einer Überdosis zwar nicht tödlich, können aber innere Organe auf Dauer schädigen. So konnte die Beeinträchtigung der Nieren durch die regelmäßige Einnahme von Ibuprofen bereits nachgewiesen werden.

Die Wirkung von Schmerzmitteln sollte nicht unterschätzt werden. Selbst ohne eine Überdosis können Schmerzmittel dem menschlichen Organismus auf Dauer mehr schaden als nützen. Wer beispielsweise regelmäßig nach dem Sport Schmerzmittel einnimmt, um den schmerzenden Muskelkater entgegenzuwirken, kann seine Gelenke schädigen. Denn Schmerzmittel unterdrücken auch den Schmerz, der auf Gelenkschäden hindeuten würde, sodass man diese erst viel zu spät bemerkt.

Insgesamt sollte sehr darauf geachtet werden, wann und wie viele Schmerzmittel man zu sich nimmt. Ab und an schaden sie in der richtigen Menge nicht. In Form einer Überdosis kann der Tod die Folge einer unbedachten Einnahme sein. Wenn Schmerzmittel, dann mit Bedacht und zur Not liest man die Packungsbeilage lieber vor jeder Einnahmen, bevor es dafür keine Möglichkeit mehr gibt.

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