Auf Hochzeitsfeiern gibt es zahlreiche traditionelle Bräuche, Spiele und Riten und den Brautstrauß werfen zählt zweifelsohne dazu.
Beim Brautstrauß-werfen versammeln sich die ledigen Freundinnen und Bekannten hinter der Braut, die mit dem Rücken zu ihnen steht. Die Braut wirft den Strauß hinter sich und der Brauch besagt, dass die Frau, die den Strauß fängt, die nächste sein wird, die heiratet. Wenn der Strauß nicht gefangen wird, muss die Braut noch einmal den Brautstrauß werfen.

Bei einer anderen Variante stellen sich die ledigen Frauen in einem Kreis um die Braut auf. Der Braut werden die Augen verbunden und sie wird gedreht. Dann wandern die Frauen im Kreis und zur Musik um die Braut herum. Wenn die Musik stoppt, geht die Braut geradeaus und überreicht der Frau, auf die sie zugeht, den Brautstrauß. Diese Variante ist jedoch weniger üblich und weniger bekannt als das Brautstrauß-werfen.
Üblicherweise wird die Braut gegen Ende der Feier oder um Mitternacht dazu aufgefordert den Brautstrauß zu werfen, vereinzelt aber auch früher, zum Beispiel zur Eröffnung der Feier.

Das Brautstrauß-werfen ist in Deutschland etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts populär. Da es sich bei dem Brautstrauß inzwischen häufig um eine kostspielige Angelegenheit handelt, und viele Bräute den Brautstrauß gerne als Erinnerung behalten und beispielsweise trocknen möchten, wird für das Brautstrauß-werfen immer häufiger ein zweiter, kleinerer Strauß verwendet.

Der Brautstrauß hat seinen Ursprung in der Renaissance, hatte damals jedoch zumeist den Zweck, durch seinen Duft die Ausdünstungen der Menschen und den Geruch nach Weihrauch in der Kirche zu überdecken.
Heute kauft der Bräutigam traditionell den Brautstrauß und dieser hat natürlich seine Bedeutung als reiner „Duftstrauß“ verloren.
Woher allerdings die Tradition des Brautstrauß-werfens stammt, ist nicht ganz klar. Dennoch ist es ein beliebter Brauch und das „Orakel“ des Brautstrauß-werfens wird sicher noch auf vielen Hochzeiten genutzt, um anzuzeigen, welche die nächste Braut sein wird.

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