Wie wirkt sich die Finanzkrise auf ihr Erspartes aus?

Die Finanzkrise hat große Auswirkungen auf das Ersparte. Versicherungen geraten in finanzielle Schwierigkeiten und müssen Ausschüttungen und Dividenden kürzen, Aktien stürzen ab, Unternehmen brechen Aufträge weg. Die Banken haben, um Verluste bei Wertpapiergeschäften auszugleichen, die Zinsen für Sparbriefe und Tagesgeldkonten gekürzt.Die Folge einer Finanzkrise ist in der Regel auch eine Inflation, die das Geld entwertet. Das Ersparte verliert also an Wert, wenn der Zinssatz nicht über der Inflationsquote der Preise liegt. In einer Finanzkrise kann auch die Euro-Währung schwächeln, mitunter macht es dann Sinn, das Geld in anderen Währungen wie den Dollar anzulegen oder in Waren, die in Krisenzeiten besonders günstig sind. Gerade in der Finanzkrise sollte das Vermögen vielseitig angelegt werden, beispielsweise in Immobilien, Aktien, Fonds und Sparbriefe. Der größte Teil des Sparvermögens sollte in einer Finanzkrise sicher in Sparanlagen von Banken angelegt sein. Wer Geld langfristig über hat, also eine Finanzkrise übersteht, ohne in existenzielle Schwierigkeiten zu kommen, sollte zudem ein Teil seines Geldes in renditeoptimierte Anlageformen und chancenreiche Investments anlegen.

Es sollte nur so viel Geld bei einer Bank angelegt werden, wie staatlich garantiert sind: innerhalb der EU sind Bankeinlagen bis zur Höhe von 100.000 Euro gesetzlich geschützt, werden also auch an dem Kunden ausbezahlt, wenn die Bank in Zahlungsschwierigkeiten gerät.

Wertpapiere im Depot müssen in der Finanzkrise mit Stopp-Loss-Aufträgen oder Verkaufslimits versehen werden, um größere Verluste einzugrenzen, wenn die Börsenkurse abstürzen. Eine Finanzkrise hat aber Chancen, beispielsweise sind manche Premium-Aktien dann günstig zu haben, was in der Zukunft üppige Kursgewinne bescheren könnte. Relativ sicher durch die Krise kommen zu fairen Preisen erworbene Immobilien, deren Wertentwicklung sich in der Regel an der Preisentwicklung für Waren und Dienstleistungen orientiert. Die eingenommene Miete sinkt zumeist auch in der Krise nicht. Schwierig wird es auf dem Immobilienmarkt nur, wenn in Folge der Krise Gewerberäume leerstehen. Leerstand kostet dem Vermieter Geld.

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