CrossFit macht Krass-Fit

Crossfit rope climb exercise.  Focus in the body.Foto ©dacasdo - Fotolia

Wir alle wissen, dass nicht immer jeder Trend, der aus Amerika kommt auch ein guter ist. Aber hin und wieder schwappt da was über den großen Teig, dass einfach wirklich gut ist.

CrossFit ist mehr als Sport

Als aktuelles Beispiel kann man hier ohne Zweifel den Trendsport CrossFit nennen. Dieser Sport kommt eigentlich aus dem Militär. Denn nach ähnlichen Vorgaben und Übungsabläufen trainieren die amerikanischen Elite-Soldaten und Navy-Seals. Spätestens jetzt bekommt man langsam ein Bild von der Intensität dieses Sports.

Hier wird viel mit dem eigenen Körpergewicht trainiert und nur selten komplizierte und teure Trainingsgeräte zum Einsatz gebracht. Das ist aber auch logisch, denn die Elite-Soldaten müssen sich ja auch an ihren Standorten fit halten können. Und das erstmal in irgendeinem Wüstengebiet die Trainingsgeräte aufgebaut werden müssen ist doch eher unpraktisch.

Vom Militär in die „normale“ Welt

Die „Zivile-Version“ dieses Trainings nennt sich also CrossFit und ist eigentlich auch nur was für Verrückte – im positiven Sinne. Denn nur wer sich gerne komplett verausgabt, über seine Grenzen gehen will und das Gefühl von einer Woche Muskelkater mag, der sollte es zumindest einmal ausprobieren.

So wird trainiert

Die Trainingseinheiten nennen sich WOD – Workout of the day. Oft tragen diese Workouts freundlich anmutende Frauennamen, dies es aber faustdick hinter den Ohren haben. Denn milde ist hier gar nichts… Nach dem Warm-Up, zum Beispiel dem Thunder-Burpee Warm-Up, geht es dann ans eingemachte. Den meisten dürfte aber das Warm-Up schon reichen. Hier läuft das Lied Thunder von ACDC in ordentlichen Lautstärke. Während des gesamten Liedes wird auf der Stelle getrippelt und jedes mal wenn Brian Johnson „Thunder“ ins Mikro krakehlt steht ein Burpee an. Für alle die es nicht wissen – Ein Burpee ist eine Kombination aus Liegestütze und Strecksprung. Also ab auf den Boden, Arme eng am Körper… Liegestütze und daraus wieder in die Hocke und einmal gestreckt nach oben springen. Schon einer dieser Burpees reicht eigentlich um ins Schwitzen zu kommen, aber in dem Warm-Up macht man dann ca. 42 in zweieinhalb Minuten. Ja, das ist anstrengend 😉

WODs sind Einheiten für Helden

Bei einem WOD heißt es dann oft AMRAP. Das bedeutet „as man rounds as possible“. Also so viele Runden wie möglich. Diese Runden bestehen dann gerne aus einer bestimmten Anzahl an Kniebeugen, Klimmzügen, Kreuzheben, Bankdrücken etc…. gehen wir mal der Einfachheit halber von 10 Wiederholungen pro Übung aus. Was normalerweise nicht sehr viel ist. Dann hat man 20 Minuten Zeit und in diesen 20 Minuten versucht man dann also pro Runde 10 mal jede Übung zu machen. Natürlich komplett ohne Pause und Temposchwankungen. Hier wird einfach knallhart durchtrainiert.

Wie im Rudel

Am Ende des WODs sind alle auf einem Level. Egal ob Einsteiger oder Vollprofi – jeder hat alles gegeben und ist völlig kaputt. Aber die Gemeinschaft funktioniert. Hier respektiert jeder den anderen und ganz gleich ob Männlein, Weiblein, Anfänger oder Trainer alle sind stolz aufeinander.

Fazit

CrossFit ist wirklich nur was für Leute, die ein hartes Ganzkörpertraining machen wollen. Aber das kann doch eigentlich jeder sein. Denn für jeden gibt es Übungen oder Variationen von denen, die bewältigt werden können.

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