Proteste gegen die Fußball-WM in Brasilien halten an

WM-Brasilien

Lange ist es nicht mehr hin und dann steht die von vielen lange herbeigesehnte Fußball-Weltmeisterschaft endlich vor der Tür. Dieses Jahr ist bekanntermaßen Brasilien der Austragungsort. Im Vorfeld kam immer wieder Kritik auf, was nicht zuletzt auf die desolate Lage eines Großteils der Bevölkerung zutrifft. In den später aufkommenden Protesten wurden diese Stimmen dann nur noch bestätigt. Doch worum geht es eigentlich bei den Aufständen im Land am Zuckerhut und welche Position vertritt der Deutsche Fußballbund in diesem Zusammenhang? All diesen spannenden Fragen gehen die nächsten beiden Absätze detailliert nach!

Die Hintergründe der Proteste in Brasilien

Wer aktuell nach Brasilien oder genauer gesagt Sao Paulo schaut, der wird häufig über Proteste zu lesen bekommen. Die Betroffenen wollen die weltweite Aufmerksamkeit wegen der bevorstehenden Fußball-WM nutzen, um auf ihre Missstände hinzuweisen. Zu Beginn wurde gegen eine Erhöhung der Preise für Öffentliche Verkehrsmittel gestreikt. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Proteste vor allen Dingen auf Verbesserungen im Bildungssektor. Mehrere Tausend Menschen gehen regelmäßig auf die Straße und liefern sich teils schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei, die unter anderem Tränengas einsetzt. Verständlicherweise vermummen sich die Protestanten der Proteste zum Schutz mit Tüchern oder Masken. Gerade hiergegen wurde jedoch erst kürzlich ein Gesetz verabschiedet. Demnach soll jeder einzelne Demonstrant klar zu erkennen sein. Auf diese Weise wolle man Randalierer unter den friedlichen Demonstranten ausfindig machen, so die ansässige Polizei. Viele Akte von Vandalismus waren bereits bemerkbar, wozu das Einwerfen von Schreiben oder sogar der Einsatz von Brandsätzen zählt.

Der Standpunkt des DFB bezüglich der Proteste

Den ein oder anderen Fußball-Interessierten wird sicherlich interessieren, wie der DFB zu dieser Thematik unmittelbar vor der WM 2014 steht. Der Deutsche Fußballbund habe sich bewusst für ein Trainings-Quartier außerhalb der großen Ballungszentren entschieden, um den Unruhen aus dem Weg zu gehen. Grundsätzlich verstehe man natürlich den Unmut der Bevölkerung, die über Jahrzehnte in einem Land leben, das von Korruption und Misswirtschaft geprägt ist. Allerdings spricht man sich klar gegen jegliche Anwendung von Gewalt aus. Man möchte sich natürlich zu 100 Prozent auf die bevorstehenden Spiele der WM 2014 konzentrieren und aufgrund dessen die Situation vor Ort ausblenden. Wie die Verantwortlichen aus Brasilien diese Situation der Proteste in den Griff bekommen wollen, bleibt abzuwarten.

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