Uli Hoeneß verurteilt wegen Steuerhinterziehung

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Mit Uli Hoeneß wurde bislang immer nur eines in Verbindung gebracht: Der FC Bayern München. Und das konnte er richtig gut. Immerhin war er nicht nur im Aufsichtsrat, sondern auch der Präsident. Uli Hoeneß hat den Verein ordentlich auf Vordermann gebracht und unter seiner Aufsicht spielte er sich in die Herzen der Fans. Nun starrt der einstige Vorstand des FC Bayern München ins Leere, und zwar im Gerichtssaal 134 im Münchner Justizpalastes.

Karrierehochsprünge und tiefer Fall

Der 1952 in Ulm geborene Uli Hoeneß, der am 13. März ziemlich schockiert sein Urteil –- dreieinhalb Jahre Haft – entgegen nahm, ging außerhalb des Spielfeldes in die Offensive und verlor. Niemand hätte gedacht, dass der erfolgreiche Manager des FC Bayern über Jahre hinweg Geld am Finanzamt vorbeischleuste. Da konnten ihm auch nicht die insgesamt 239 absolvierten Spiele und 86 Bundesligatore helfen. Die Selbstanzeige eine Farce, denn Uli Hoeneß hat längst nicht alles angegeben. Das brach ihm das Genick. Rupert Heindl, der vorsitzende Richter, war sich von Beginn der Verhandlung sicher, dass ein Freispruch nie in Erwägung hätte gezogen werden können.

Harte Verhandlungen

Der „scharfe Hund“, wie Richter Rupert Heindl genannt wird, führte zwar freundlich und menschlich, dennoch unerbittlich stringent durch die Verhandlungen. Uli Hoeneß folgte nicht den Anweisungen des Gerichts, benötigte Unterlagen nachzureichen. Dafür nimmt er die Schuld auf sich alleine, hält seinen Steuerberater heraus. Selbst auf eine Revision verzichten sein Anwalt Hanns W. Feigen und Uli, er nimmt die Gefängnisstrafe an. Uli ist reumütig. Er gibt zu, auf Zeit gespielt zu haben und zugleich auf das deutsch-schweizerische Steuerabkommen gehofft zu haben. Letzten Endes siegte die Angst vor Entdeckung, daher zeigte er sich beim Finanzamt selber an. Richter Heindl hielt ihm seine Selbstanzeige zugute sowie seine gesamten Leistungen. Allerdings sprach die immense Schadenshöhe gegen ihn.

Offenlegung

Mit dem Konto in der Schweiz legte Uli Hoeneß sämtliche Karten offen auf den Tisch. Er wollte zu diesem Zeitpunkt zur Steuerehrlichkeit zurückkehren. Waren es anfänglich noch knapp 4 Millionen, steht nach dem Urteil die tatsächliche Schadenshöhe fest: 28,5 Millionen Euro. Zwar steht der Haftbefehl noch gegen Kaution ausgeschrieben, doch Hoeneß wird seine Haft antreten. Mit treuen Fans, die weiterhin hinter ihm stehen.

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