Die Fußball-WM in Brasilien – Ein Turnier der Superlative

So sieht der WM-Fußball für 2014 aus ( Bildquelle: katatonia82-Bigstock®)Foto ©Bigstock®

Endlich ist es wieder soweit! Die Fußball-WM 2014 in Brasilien steht vor der Tür und die Vorfreude wächst nicht nur bei den eingefleischten Fußballfans, sondern auch bei denen, die es einfach lieben, mit Freunden zu feiern und unsere Nationalelf anzufeuern. „All in one rhythm“ ist das Motto dieser Weltmeisterschaft, die von dem Maskottchen Fuleco, das ein brasilianisches Dreibindengürteltier verkörpert, begleitet wird.

Gespielt wird dieses Jahr mit dem Spielball namens „Brazuca, dessen Name erstmals von den Fans selbst gewählt wurde. Am 12. Juni wird mit dem Spiel Brasilien gegen Kroatien die Fußball-WM eröffnet, die bis zum 13. Juli in ganz Deutschland für Fußballfieber sorgen wird. Egal ob auf der größten Fanmeile Europas in Berlin oder gemütlich im heimischen Wohnzimmer, überall gilt der große WM-Titel als das heiß ersehnte Ziel. Zahlreiche Deutschlandflaggen zieren die Autos und Wangen der Fans.

Doch nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt freut sich auf die 20. Auflage der Fußball-WM, die zu den größten internationalen Sportereignissen gehört.
Auch die Tourismusbranche in Brasilien und jegliche Hersteller von Fanartikeln können sich auf ein boomendes Geschäft freuen. Für die 32 nationalen Mannschaften aus den ursprünglich 204 Bewerbernationen muss der große Erfolg jedoch noch erst hart erkämpft werden. Die rund 600.000 Fans und Touristen, die in Brasilien aus dem Ausland erwartet werden, sorgen aber sicherlich für eine gute Stimmung und Unterstützung der Kontrahenten aus aller Welt. Tickets für die 64 Spiele wurden derweil schon fast 3 Millionen verkauft.
Die Sicherheit hat während eines solch großen Turniers oberste Priorität. So werden rund 150.000 Polizeibeamte und Soldaten für eine friedliche WM sorgen. Auch private Sicherheitsleute wurden zusätzlich engagiert.

Spannung bis zum Schluss

Spanien übernimmt bei dieser WM die Rolle des Titelverteidigers, nachdem sie 2010 in Südafrika zum ersten Mal Weltmeister wurden. Auch die EM 2012 wurde von den Spaniern gewonnen. In diesem Jahr lässt sich allerdings noch kein eindeutiger Favorit herausstellen. Denn selbst Spaniens Trainer Vicente del Bosque sieht den amtierenden Weltmeister dieses Mal nicht mehr als Favoriten. Die größten Chancen werden dennoch den Mannschaften aus Brasilien, Deutschland und Spanien zugesprochen. Auch der Geheim-Favorit Belgien wird oft genannt, dessen reelle Chance allerdings fraglich bleibt.
Die Engländer tun sich zumindest in der Vorbereitung noch schwer und haben mit Verletzungen zu kämpfen. Die Spannung bei dieser Fußball-WM bleibt uns deshalb sicherlich bis zum Schluss erhalten, bis wir am 13. Juli in Rio de Janeiro einen glücklichen Sieger haben werden, der ein Preisgeld von 35 Millionen US-Dollar bekommt.

Hohe Kosten sorgen für Kritik

Doch diese Fußball-WM hat auch ihre Schattenseite: In zwölf Stadien werden die Spiele dieser WM ausgetragen. Im Juli 2010 wurde vorerst nur bei sechs Stadien mit dem Bau begonnen, die entweder nicht den Anforderungen der FIFA entsprachen oder komplett neu errichtet werden mussten. Die Finanzierung für den Umbau und Neubau der Arenen hat dabei scharfe Kritik erhalten, vor allem aus der Bevölkerung Brasiliens selbst. Heftige Demonstrationen waren die Folge. Nach Meinung vieler Brasilianer hätte das Geld besser in die Bildung und Gesundheitsvorsorge des Landes investiert werden sollen.
Mit rund 2,7 Milliarden Euro hat die Fertigstellung der Austragungsorte mehr gekostet als bei der Fußball-WM in Deutschland und Südafrika zusammen. Doch nicht nur die Stadien, sondern auch die Verbesserung der Infrastruktur, der Bau von Flughäfen und die nötigen Sicherheitsmaßnahmen haben für ordentliche Unkosten gesorgt. Insgesamt habe die Fußball-WM so nun schon 10,5 Milliarden beansprucht.


Das sind die zwölf Stadien der Fußball-WM 2014 in Brasilien:

  • Minerao Stadion, Belo Horizonte, 70.000 Plätze (Erweiterung)
  • Arena da Baixada Stadion, Curitiba, 41.000 Plätze (Erweiterung)
  • Castelao Stadion, Fortaleza, 53.000 Plätze (Erweiterung)
  • Fonte Nova Stadion, Salvador da Bahia, 55.000 Plätze (Erweiterung)
  • Arena Pernambuco Stadion, Recife, 46.000 Plätze (Neubau)
  • Estadio das Dunas, Natal, 45.000 Plätze (Neubau)
  • Maracana Stadion, Rio de Janeiro, 90.000 Plätze (Erweiterung)
  • Arena Corinthians, São Paulo, 62.000 Plätze (Erweiterung)
  • Arena da Amazônia, Manaus, 42.000 Plätze (Neubau)
  • Estádio Nacional de Brasília, Brasilia, 70.000 Plätze (Neubau)
  • Arena Pantanal, Cuiabá, 45.000 Plätze (Neubau)
  • Estadio Baira-Rio Stadion, Porto Alegre, 62.000 Plätze (Erweiterung)

Besonders kritisch wird die Stadt Manaus als Austragungsort gesehen, da das dort neu erbaute Stadion nach der Fußball-WM womöglich keinen weiteren Verwendungszweck erfüllen wird. Die Stadt im Dschungel ist zudem von einer hohen Kriminalitätsrate geplagt und bei dem Bau des Stadions sind bisher vier Arbeiter ums Leben gekommen, was auch zu einer Verzögerung der Fertigstellung führte.
Auf allen Stadionbaustellen waren die Arbeitsbedingungen unzureichend und die Verzögerungen wurden von FIFA-Präsident Sepp Blatter scharf kritisiert.

Doch trotz der anfänglichen Schwierigkeiten und mancher Unzufriedenheit können wir uns auf eine tolle Fußball-WM 2014 in Brasilien freuen. Die FIFA hat nämlich auch dafür gesorgt, dass die europäischen Zuschauer trotz der großen Zeitverschiebung alle Spiele zu angemessenen Zeiten zu sehen bekommen.

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