Berliner Geschichte mit Tourguide Erleben

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Berlin ist ohne Zweifel ein geschichtsträchtiger Ort. Besonders faszinierend scheinen für Viele der Mauerbau, die Zeit des Kalten Krieges und der Fall des Eisernen Vorhangs zu sein. Jährlich wandeln Millionen Besucher aus der ganzen Welt auf den Spuren der deutsch-deutschen Geschichte, obwohl von der gewaltigen Grenzmauer heute kaum mehr etwas zu sehen ist. Gerade deshalb fällt es besonders jüngeren Menschen sehr schwer, sich in die damalige Zeit hineinzuversetzen. Sie sind in einer Zeit geboren, in denen es in ganz Europa kaum noch Grenzen gibt. Die DDR kennen sie bestenfalls aus Schulbüchern und Fernsehreportagen. Für diese Generation ist es besonders wichtig, sich vor Ort und unter fachkundiger Führung mit den Ereignissen dieser Epoche auseinanderzusetzen.

Die wichtigsten Stationen in der Berliner Stadtgeschichte – die Jahre 1945 bis 1949

Eine Stadtführung durch Berlin kann zu einem einmaligen Erlebnis werden, wenn sie professionell geplant und durchgeführt wird. Dann ist es ganz leicht, sich als Besucher vom Flair dieser Stadt begeistern zu lassen und die wahre Geschichte ihrer Teilung und ihrer dramatischen Wiedervereinigung an den Originalschauplätzen zu nachzufühlen. Als Berlin am 02. Mai 1945 kapitulierte, glich die Stadt einem Trümmerfeld. Die erschreckende Bilanz: 600.000 Wohnungen waren zerstört und die Einwohnerzahl Berlins hatte sich von ursprünglich 4,3 Millionen Einwohnern auf 2,8 Millionen fast halbiert. Die Alliierten einigten sich darauf, die Stadt in vier Sektoren aufzuteilen. Der östliche Teil gehörte von diesem Zeitpunkt an zur Sowjetunion, den westlichen Teil behielten die Westmächte. In den folgenden Jahren kam es zunehmend zu Interessenkonflikten zwischen den Besatzungsmächten, was nicht zuletzt an den völlig unterschiedlichen politischen Ansichten lag. Franzosen, Briten und Amerikaner wollten in Berlin die freie Marktwirtschaft fördern, die Russen in ihrem Teil der Stadt den Sozialismus installieren. Der Konflikt spitzte sich immer weiter zu und Berlin wurde zum zentralen Austragungsort des Kalten Krieges. Auf Druck der sowjetischen Militärverwaltung vereinigten sich schon 1946 die Ost-Berliner SPD und die KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).

Zwei Jahre später kam es zum endgültigen Bruch zwischen West- und Ost-Berlin. Anlass waren Streitigkeiten in Bezug auf die Währungsreform. Die Sowjetunion ordnete eine Blockade der Westsektoren an. Die Westmächte versorgten den Westteil der Stadt daraufhin von der Luft aus, indem sie Lebensmittelpakete über Flugzeuge in die Stadt mitbrachten. Die „Rosinenbomber“ landeten in Tempelhof, Gatow und auf der Landebahn des neuen Flughafens Tegel. Der Magistrat Berlins zog nach West-Berlin um und im November 1948 gründete die SED ihre eigene Stadtverwaltung unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Friedrich Ebert. Berlin wurde schon 1945 in 4 Sektoren aufgeteilt. Die Westmächte wollten nicht die Sowjets zurückdrängen. Die Brücken zwischen den West-Alliierten und den Russen waren zu diesem Zeitpunkt schon längst eingerissen. Eine gemeinsame Linie im Hinblick die Zukunft der Stadt schien unmöglich. Doch innerhalb der nächsten Jahre eskalierte die Situation noch weiter. Trotz Aufhebung der Militärblockade war Ost-Berlin für West-Berliner nur sehr schwer zugänglich. Grenzposten kontrollierten ganz genau, wer die Ostzone betrat und wieder verließ.

Zwei Staaten, eine Stadt – die Jahre 1949 bis 1960

Am 23. Mai 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland offiziell gegründet und Bonn im Zuge dessen zur neuen Hauptstadt erklärt. Am 7. Oktober folgte die Gründung der „Deutschen Demokratischen Republik“, die Hauptstadt der DDR blieb weiterhin Ost-Berlin. 1953 war ein wichtiges Jahr in der Geschichte Berlins. Es kam zu einem Streik ostberliner Bauarbeiter, die sich damit gegen eine staatlich verordnete Erhöhung ihres Arbeitspensums wehrten. Der Streik löste einen Aufstand der DDR-Bürger aus, der sich auch auf weitere Städte auswirkte. Die Sowjetische Armee schlug den Aufstand blutig nieder, mehrere hundert Menschen verloren ihr Leben, tausende wurden verletzt und später verhaftet. Eine erste große Fluchtwelle nach Westdeutschland setzte ein, sodass in Westberlin ein Auffanglager für DDR-Flüchtlinge eingerichtet werden musste. Die Repressionen durch die DDR-Führung nahmen immer weiter zu. Als im Jahr 1960 insgesamt 200.000 Ost-Berliner über die Grenze flohen, nahm die Partei dies zum Anlass mit dem Bau der Mauer zu beginnen. Bis heute gilt die Berliner Mauer als Symbol für den Terror der DDR-Regierung, die ihre Bürger einsperren ließ. Die wenigen Teile, die noch von der Mauer zu sehen sind, wirken unscheinbar. Erst das Wissen um die Ereignisse, die sich dort abgespielt haben, lassen die Vergangenheit greifbar und lebendig werden. Eine historische Stadtführung durch Berlin ist daher ein Muss für alle Besucher, die sich detaillierte Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten auf dem Stadtgebiet wünschen.

Vom Mauerbau bis zur Wiedervereinigung – Berlin zwischen 1961 und 1990

Im Jahr 1963 besuchte der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy Westberlin. „Ich bin ein Berliner“ versicherte er den begeisterten Bürgern und erklärte sich so solidarisch mit den vielen Menschen, die unter der Teilung der Stadt litten. Eine kleine Erleichterung verschafften mehrere sogenannte „Passierschein-Abkommen“, die es zumindest den West-Berlinern erlaubten, ihre Verwandten im Osten der Stadt zu besuchen. Erst in den 80er Jahren erhöht sich der Druck auf die DDR-Regierung deutlich. Berichte von Erschießungen an der Mauer empören Westdeutschland, Europa und die USA. 1987 reiste erneut ein amerikanischer Präsident nach Westberlin. Ronald Reagan wurde in seiner Rede noch sehr viel deutlicher als sein Vorgänger 14 Jahre zuvor. Sein Aufruf an die Sowjetunion: „Mr. Gorbatschev, tear down this wall!“
1988 skandieren Demonstraten: „Wie sind das Volk!“ Am 4. November 1989 forderten mehr als 500.000 Menschen auf dem Alexanderplatz freie Wahlen, Presse-, Reise- und Meinungsfreiheit. Zunächst versprach die DDR-Führung nur den Abbau von Barrieren für Reisen in den Westen, doch der öffentliche Druck wurde immer stärker. Fünf Tage später wurden die Grenzen in Berlin geöffnet – 55 Jahre der Unterdrückung fanden ein Ende und der Jubel der Menschen war riesig. Die ganze Welt fieberte an den Fernsehapparaten mit und erlebte emotionale Augenblicke, als die Menschen auf die Mauer kletterten und sich gegenseitig in den Armen lagen.

Berlin erleben – der Stadtgeschichte auf der Spur

Berlin gehört sicherlich zu den deutschen Städten mit der bewegendsten Vergangenheit und ist immer einen Besuch wert. Heute ist von vielen der geschichtsträchtigen Orte jedoch nur noch wenig zu sehen. Das moderne Stadtbild gibt nicht mehr viel preis von seiner Geschichte. Eine professionelle Stadtführung ist ideal für alle, die wirklich tief in Berlins Vergangenheit eintauchen und sich umfassend informieren möchten. Alle wichtigen Stationen werden erläutert und individuelle Fragen beantwortet. Diesen Service bietet keine App und kein Reiseführer – so wird ein Trip Berlin zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Bildquelle:
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