Hongkong – eine Reise wert

HongKong – Asiatische Kultur und HighTech (Quelle: BigStock-ID: 1273357 by Albert Tsang)Foto ©Bigstock

Das etwa 1.100 Quadratkilometer Fläche umfassende Hongkong verlor im Jahr 1997 seinen Status als englische Kronkolonie und gilt seither als Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Gebildet wird es von einer bergigen Halbinsel, die in das südchinesische Meer hinein reicht sowie von einigen größeren und einer Vielzahl kleiner Inseln. Mit weit über 7 Millionen Menschen gilt Hongkong als eines der dichtbesiedelsten Gebiete der Welt und als Weltstadt, die jedoch nicht aus einer einzigen geschlossenen Stadt besteht, sondern aus mehreren Millionenstädten und einigen eher gesichtslosen New Towns.

Einige Tipps für Reise und Verkehr

Abgesehen von einer etwa elfstündigen Flugzeit bietet eine Reise nach Hongkong keine größeren Hindernisse. Bis zu drei Monate Aufenthaltsdauer ermöglichen der gültige Reisepass und ein Rück- oder Weiterflugflugticket. Eine Impfpflicht gibt es nicht, sanitäre Risiken und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko bestehen nicht. 
Der Umtausch von Geld in den Hongkong-Dollar ist sowohl in zahlreichen Wechselstuben als auch an Geldautomaten mittels Kreditkarte möglich.

Als wichtigste Verkehrsmittel gelten in Hongkong die oft als Doppeldecker verkehrenden Busse, bunte zweistöckige Straßenbahnen sowie die auf zehn Linien in kürzesten Abständen verkehrende U-Bahn. Mit den Bussen zu günstigen Preisen, welche das gesamte engmaschige Straßennetz Hongkongs befahren, sind alle Regionen der Metropole erreichbar. Für Fahrten auf die vorgelagerten Inseln stehen Fähren zur Verfügung. Die Insel Honkong Island ist mit der Halbinsel Kowloon Peninsula auch durch Linien der U-Bahn und mehrere unterirdisch verlaufende Straßen verbunden.

Faszination einer Weltstadt

Ein atemberaubender Ausblick über weite Teile Hongkongs und die den Hafen Victoria Harbour bildende Bucht ergibt sich vom Aussichtspavillon des 554 Meter hohen Victoria Peak, dem mit einer Bahn erreichbaren höchsten Berg Hongkong Islands. Während die hohen und mächtigen Wolkenkratzer das Bild dominieren, sind mit wenigen Tempeln und den grünen Tupfern kleinerer Reisfelder auch einige Zeugnisse des geheimnisvollen Ostens zu entdecken.

In dieser Hochburg des Tourismus, der gleichzeitig die Funktion als Finanz- und Wirtschaftszentrums zukommt, herrscht ein 24-stündiges pulsierendes Leben.
In Hongkong sucht der Tourist dabei nahezu vergeblich nach architektonischen Highlights aus der Kolonialzeit oder chinesischer Baukunst. So können lediglich die Schöpfungen moderner Architektur wie beispielsweise die zwei Bürotürme des Lippo Center, der Komplex der Nina Towers oder mit den Cullinan I + II die höchsten Wolkenkratzer der Stadt bestaunt werden.

Hongkongs besuchenswerteste Orte

Um den zwischen den Wolkenkratzern wirkenden Versuchungen von Supermärkten, teuren Boutiquen, Feinschmeckerrestaurants oder des pulsierenden Nachtlebens nicht gänzlich zu erliegen, sind Erkundungstouren zu den etwas abseits liegenden Sehenswürdigkeiten zu empfehlen.

Dafür kommt mit Aberdeen Habour die an der Südküste HongKong Islands gelegene weltberühmte Dschunkenstadt infrage. In dem malerischen Hafen sind zahlreiche Dschunken und als Hausboote genutzte Sampans zu beobachten und mittels Fährbooten kann das aus zwei schwimmenden Schiffen bestehende attraktiv gestaltete Jumbo Floating Restaurant erreicht werden.

Als weiterer Touristenmagnet gilt die als Tian Tan Buddha bekannte bronzene Buddha-Statue auf der Insel Lantau. 34 Meter hoch und etwa 250 Tonnen schwer thront sie auf einem Altar in der Nähe eines für Besucher zugänglichen Klosters. Im Inneren des Altars befinden sich ein Restaurant und eine Ausstellungshalle. Kloster und Buddha-Statue sind über 268 Stufen zu erreichen.

Im Herzen Hongkongs liegt der Victoria Harbour. Nach einer auf ihn erlebten Hafenrundfahrt bietet sich ein Spaziergang über die Avenue der Stars in Richtung Kunstmuseum und Raumfahrtmuseum an. Anschließend gelangt man über die Promenade von Tsim Sha Tsui an den aus der Kolonialzeit stammenden Clock Tower.

Weitere Freizeiterlebnisse im Überblick

  • Ocean Park Hong Kong – er zählt zu den größten Freizeitparks Asiens und bietet unter anderem eine Reise in die Vergangenheit, mehrere Achterbahnen und ein Ozeanarium
  • Hongkong Disneyland – ein Freizeitspaß für Jung und Alt
  • Kongress- und Ausstellungszentrum mit der in seiner Nähe stehenden Skulptur der ewig blühenden Orchidee, die das Wahrzeichen der Stadt darstellt
  • Ladies‘ Market in der Tung Choi Street – ein Paradies zum Shoppen und Staunen

Kultur in Hongkong

Das Bemühen der Großstadt, sich ständig stärker als Touristenstadt zu präsentieren wirkt sich spürbar auf den Bereich der Kultur aus. Dies wird einerseits in der zunehmenden Zahl von Veranstaltungen und Festivals und in der Einrichtung neuer Kulturstätten deutlich, drückt sich aber auch in typisch Hongkonger Kulturprojekten wie dem Autorenkino und dem Kanto-Pop aus.
Während sich das Autorenkino die Sehgewohnheiten der Einheimischen bedient, um damit gleichzeitig eine kritische Betrachtung gesellschaftlicher Probleme zu verbinden, hat die als Kanto-Pop bezeichnete Schlagermusik kantonesischer Art eine große kommerzielle Bedeutung erreicht.

Aus der Museenlandschaft der Stadt ragen zwei Einrichtungen heraus. Das ist einmal das Hongkong Museum of Art, das sowohl chinesische Antiquitäten und Kunstgegenstände als auch zeitgenössische Kunst präsentiert. Das im Stil kolonialer Architektur in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Flagstaff House widmet sich dagegen der interessanten Geschichte und Vielfalt des Tees. Mit der Erwähnung des jährlich im Februar und März stattfindenden Hongkong Food Festival, das mit lokalen Spezialitäten vor allem Touristen aus dem asiatischen Raum interessiert, soll zur Thematik der Essgewohnheiten übergeleitet werden.

Ein wohl nicht ganz wörtlich zu nehmendes Sprichwort

Die Küche Hongkongs lehnt sich eng an die kantonesische Küche an. Ihre zumindest teilweise außergewöhnlichen Zutaten führten zu einer in China sprichwörtlichen Aussage: „Ein Kantonese isst alles, was vier Beine hat – außer einem Möbelstück und alles, was fliegt – außer einem Papierdrachen.“ Aber keine Angst, diese extreme Art der Küche ist höchstens in einigen Garküchen auf den wenigen noch existierenden Märkten anzutreffen.

Heute ziehen die einheimischen Feinschmecker gemeinsam mit den Touristen die zahlreichen Restaurants vor. Auf deren Speisekarten findet sich der Fischreichtum des Meeres ebenso wieder wie frisches Gemüse, Kräuter und Früchte, die in der Nähe der Stadt wachsen. Wer Seegurke oder Fischlippen scheut, sollte Schwein oder Ente, Tintenfisch oder Kammmuscheln wählen. Gebraten wird scharf, gewürzt recht sparsam. Zu den Speisen werden raffinierte Tunken, verfeinert mit Ingwer, Chili oder Reiswein gereicht.

Unbedingt probieren sollte der Besucher Hongkongs „yam cha“, die kantonesische Teekultur, zu der „Dimsums“ gereicht werden. Dahinter verbergen sich kleine mit Garnelen, Haifischfleisch oder Lotoskernpaste gefüllte Taschen und Bällchen.

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