Das Hoverboard – Wann kommt`s denn endlich?

Wird es das Hoverboard wirklich bald geben? (Bildquelle: BigStock-ID: 71651785 by L.TPhoto)Foto ©Bigstock

Jeder kennt es: Das Hoverbord aus dem zweiten Teil der Trilogie „Zurück in die Zukunft“. Im zweiten Film der beliebten Filmreihe  schwebt Marty McFly (alias Michael J. Fox) auf einem sogenannten Hoverboard durch die Gegend. Im Film, der 1989 veröffentlicht wurde und im Jahr 1985 spielt, passiert dies 30 Jahre in der Zukunft im Jahre 2015. Viele Internet-Community`s geben „den Forschern“ deshalb nicht mehr viel Zeit um die wahnwitzige Erfindung real zu machen.

Video mit weitreichenden Folgen

Mit diversen Bildern, auf denen das Hoverboard aus der Filmreihe zu sehen ist, gepaart mit der Aufschrift „Scientists you’ve got one year left“ (zu Deutsch: Erfinder, ihr habt noch ein Jahr lang Zeit) versucht das Internet scherzhaft Druck auf all die Erfinder und Forscher auf der Welt aufzubauen. Doch so kurios die Idee auch ist, mit Ablauf der Zeit entdecken immer mehr Firmen die Trends, die im Internet kursieren. Passend zu dem Hoverboard gab es eine PR-Aktion von der Internetseite „Funny Or Die“. Diese stellte ein Video auf Youtube online, welches nach kurzer Zeit zwei Millionen Klicks erreichte. Im Video zu sehen ist ein, dem Hoverboard aus den Zurück in die Zukunft Filmen nachempfundenes, schwebendes Skateboard ohne Räder. Viele Stars, darunter Skateboard Legende Tony Hawk, Schauspielerin Agnes Bruckner und Sänger Moby sind auf dem Video zu sehen und testen das Hoverboard ausgiebig. Sie schweben augenscheinlich vor und zurück und neigen das Hoverboard seitwärts nach rechts und links. Mit diesem Video, bekannt unter dem Titel „BELIEF“ entfachte die Spaßseite „Funny or Die“ große Diskussion und Hoffnung vieler Menschen.

Wird aus Fiktion Realität?

Sollte die Erfindung, dargestellt im Film „Zurück in die Zukunft II“ in den 80er Jahren, endlich wahr geworden sein? Wer jetzt sein Portemonnaie zückt, dem sei gut geraten, es wieder einzustecken. Die ganze Aktion mit dem Hoverboard war ein Gag und wurde im Nachhinein technisch aufgeklärt. Allerdings gibt es viele Verschwörungstheorien, wieso dieses aufwendige Video überhaupt gemacht wurde und wieso so viele Stars dabei waren. Die einen munkeln es handelt sich um ein neues Tony Hawk Spiel welches in Verbindung mit der 3D-Spielebrille Occulus-Rift steht, andere denken an einen aufwendigen Teaser für einen weiteren vierten Teil der Filmreihe „Zurück in die Zukunft“.

Ernste Forschung

Nicht als Gag, sondern als ernstzunehmende Forschung für Magnetfelder, entwickelt die amerikanische Firma „Hendo“ ein Hoverboard, welches tatsächlich funktionieren soll. Das durch Kickstarter finanzierte Unternehmen, unter Leitung des Ehepaars Jill und Greg Henderson, entwickelt das Hoverboard um ihre Magnetfeldtechnik der Welt zu offenbaren. Ein Video bestätigt, dass das Hoverboard samt Mensch schwebt und sich währenddessen in alle Richtungen bewegen kann. Eingeladen hat die die Firma Hendo die „New York Times“, sowie einen Reporter des beliebten Technik-Blogs „Engadget“. Und so gleich berichtet der Redakteur des Blogs, dass das Hoverboard im Schwebezustand tatsächlich mit bis zu 150 Kg belastet werden könne. Geht es nach der Firma Hendo, also den Entwicklern, soll das schwebende Brett bald sogar bis zu 200 Kg Tragkraft bewältigen können.

Die ganz große Frage – Wie?

Auf der Kickstarter Plattform veröffentlichte die Firma die Funktionsweise des Hoverboards sowie einen groben Teil der enthaltenen Technik. So wird, mit Hilfe von vier Magnetfeldern, das Board zwei cm über dem Boden gehalten. Allerdings gelingt dies momentan nur auf nicht magnetischen Metalloberflächen, wie zum Beispiel Aluminium. Die Vorführung des Prototyps wurde in einer Halfpipe aus Kupfer gezeigt. Gesteuert wird das Hoverboard via App auf dem Smartphone. Die Technik ist laut Kickstarter nicht neu und auch nichts spektakuläres oder weltbewegendes. Was die Entwicklung der Firma Hendo allerdings interessant macht ist, dass sie sehr viel effizienter und kostengünstiger ist als andere Alternativen. Die Entwicklung des Hoverboards zieht natürlich größere Kreise im Internet und der Welt. Hier besteht eben der Zusammenhang mit den Sehnsüchten und Hoffnungen der Internet Community`s auf eine „so coole Erfindung“. Die Vision der Erfinder und Tüftler der Firma Hendo geht soweit, dass das Magnetfeld irgendwann einmal keinen speziellen Untergrund mehr braucht und über jede Oberfläche schweben kann, sogar über Wasser.

„The Whitebox“

Falls das Hoverboard, trotz des hohen Preises, einmal die breite Masse erreichen sollte – oder gerade damit es das Hoverboard schafft, die Breite Masse zu erreichen, plant die Firma Hendo ganze Skateparks, speziell für die Hoverboards. Inspiriert von gängigen Skateparks möchte das Team um die Hendersons die sogenannten „Hoverpark`s“ bauen. Natürlich geht es der Firma Hendo in erster Linie um das Konzept ihrer Magnetfelder. Passend dazu zeigen Sie auf ihrer Kickstarter-Website einen weißen Würfel, der mit Hilfe von vier Motoren und Akkus etwa 15 Minuten in jede beliebige Richtung schweben kann. Auch der weiße Würfel, genannt „The WhiteBox – developer kit“, wird mit dem Smartphone gesteuert. Natürlich ist auch hier der passende Untergrund erforderlich, er darf nicht magnetisch sein, muss aber die Eigenschaft besitzen Strom leiten zu können.

Weitreichende Einsatzmöglichkeiten

Die Firma Hendo, unter der Leitung des Ehepaares Jill und Greg Henderson plant großes für die Zukunft. Dem Architekten Greg Henderson schwebt, wortwörtlich, größeres im Kopf. Wenn das Konzept ihrer Magnetfelder aufgeht und die beiden das Interesse der Öffentlichkeit auf sich ziehen, wozu das Hoverboard schon beigetragen hat, sollen auch weitere Pläne umgesetzt werden. Ganze Häuser sollen in Erdbebenregionen mit dem Konzept der Magnetfeldkonstruktion ausgestattet werden. So könnte ein Haus, kurz nach einer Erdbebenwarnung in der Region, den Magnetfeldmechanismus aktivieren und somit für längere Zeit in einen schwebenden Zustand übergehen. Dies verhindert, dass das Erdbeben das Haus beschädigt. Denn das Haus schwingt, dank der Magnetfelder, mit den Bodenbewegung (dem Erdbeben) mit und bleibt somit unversehrt.

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