Kurze Videoclips sind die Erinnerungsfotos von heute

education and technology concept - group of students looking at smartphone at schoolFoto ©Bigstock

Filmaufnahmen sind im Grunde nichts anderes als Fotos. Nur ist eben eine bestimmte Anzahl von ihnen notwendig, um einen Bewegungsablauf als Filmsequenz darstellen zu können. Wie viele Bilder dies exakt sein müssen, ist dabei abhängig von der Plattform, die die Filmsequenz letztlich präsentieren soll. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Videokameras nicht zwingend Vollbilder aufzeichnen. Denn in der Videografie gibt es auch die Möglichkeit, eine bewegte Sequenz anhand von halben Bildern, die tatsächlich „Halbbilder“ heißen, entstehen zu lassen. 

Bewegte Bilder

Um solche Halbbilder zu erzeugen, ist weniger Kameraleistung notwendig. Im Zusammenhang mit der digitalen Videografie, um die es hier ja geht, bedeutet dies, dass leistungsschwächere Kameras, die also über einen nicht ganz so schnellen Bildsensor verfügen, eher Halbbilder aneinanderreihen. Diesen mangelt es dann durchaus etwas an Dynamik, aber sie vermitteln dennoch die Illusion glaubwürdiger Bewegungen. Hochwertigere Digitalkameras offerieren die Auswahlmöglichkeit zwischen der Darstellung in Halbbildern und Vollbildern. Somit haben wir wichtige Parameter kennengelernt, die die Geschwindigkeit und die Schärfe des fertigen Videobildes beeinflussen. Doch ergänzt wird die Bildqualität im Film natürlich zusätzlich durch die Bildgröße, die in der Digitalfotografie immer durch eine Pixelzahl definiert ist. Während moderne Digitalkameras am Handy oder als Kompaktkameras in der Fototasche längst Riesenbilder verarbeiten können, mit denen man in Originalgröße riesige Werbeflächen vor Hauswänden füllen könnte, ist die maximale Bildgröße beim Erstellen von Filmen in der Regel vordefiniert. Filmaufnahmen beispielsweise, die für moderne HD-Fernseher erstellt wurden, müssen über das Format „Full HD“ verfügen, das in Bildpunkten ausgedrückt 1920 x 1080 Pixel (2,07 Megapixel) beinhalten muss. Nun mag sich mancher Leser fragen, wieso hier all diese Informationen präsentiert werden, schließlich geht es doch eigentlich um selbst gemachte Videoclips, die mit Hilfe des Smartphones bearbeitet und online gestellt werden können. Und dennoch ist es wichtig, in diesem Zusammenhang auch die professionelleren Hintergründe des Videofilmens ein wenig zu verstehen, denn bereits günstige Kompaktkameras bieten heutzutage hoch sensible Sensoren an, von denen die meisten längst das Full-HD-Format darstellen können. Wer also mit einer solchen Kamera filmt, der produziert im Prinzip fernsehtaugliche Aufnahmen.

Vom Handy ins Netz

Nicht jeder fühlt sich zum Videografen berufen und besitzt eine hochwertigere Filmkamera. Dennoch ist das Bedürfnis in der Bevölkerung groß, Erlebnisse in bewegten Bildern festzuhalten. Warum es ein entscheidender Unterschied ist, ein Foto zu machen oder eine Filmsequenz aufzuzeichnen, soll an späterer Stelle dieses Artikels genauer beleuchtet werden. Tatsache ist jedoch, dass sich die Multimedia-Industrie über das Bedürfnis, zu filmen, sehr im Klaren ist, weswegen auch Laptops, Tablet-PCs und Smartphones mit Videofunktionen ausgestattet sind. Dabei wird natürlich besonders häufig zum Handy gegriffen, wenn es darum geht, spontan ein Geschehnis auf Video zu bannen. Die Fernsehnachrichten beispielsweise präsentieren immer wieder solche wackelige Laien-Aufnahmen, die uns Zuschauern einen Eindruck von den Krisenregionen dieser Welt vermitteln. Das Handy hat man immer dabei, es ist unkompliziert zu bedienen und verfügt über optische Qualitäten, die immer besser werden. Auch die Speicherkapazitäten sind heute kein Problem mehr, denn für wenige Euro kann man sich den benötigten Speicherplatz einfach nachkaufen. Es gibt somit keinen Grund mehr, die Videofunktion nur in ganz besonderen Situationen einzusetzen. Denn auch Momente, die man nicht einem Fernsehpublikum zugänglich machen möchte, können besonders sein. Ungewöhnliche Situationen, emotionale Momente oder einfach der Besuch in der Disko können Filmmotive liefern, die man erhalten möchte. Eventuell will man die Sequenzen sogar mit Freunden teilen, sie also in sozialen Netzwerken einem ausgesuchten Personenkreis präsentieren. Dabei haben Handy-Videos den Vorteil, direkt vom Telefon aus mit Hilfe geeigneter Apps ins Netz hochgeladen werden zu können.

Vorzüge von Handy-Videos

Das moderne Smartphone ist längst weit mehr als nur ein gewöhnliches Mobiltelefon. Es ist im Grunde schon seit längerer Zeit als vollwertiger, kleiner Computer zu bezeichnen. Ein Mini-PC, den man immer bei sich trägt und der trotz seiner eingeschränkten Größe alles kann, wofür Computer im Allgemeinen geschätzt werden. Wie selbstverständlich stellen Smartphones Internetverbindungen her und ermöglichen es ihren Besitzern so, über die gängigen sozialen Netzwerke Kontakte zu ihrem Umfeld zu erhalten. Spezielle Anwendungen, also bestimmte Programme, die kurz auch Apps genannt werden, sind allerdings meist notwendig, um die Verbindungen zu Facebook und Co. herzustellen. Es gibt jedoch auch Kommunikationsdienste, die explizit für Smartphone-Nutzer entwickelt wurden. WhatsApp ist ein Beispiel hierfür, das von insbesondere jüngeren Nutzern gerne zum Austausch von Textnachrichten verwendet wird. Ein wichtiger Grund für den Erfolg des Dienstes ist die Möglichkeit, mit Freunden oder auch Verwandten international, prinzipiell zum Nulltarif, chatten zu können. Dem können Sondertarife für Telefonie heutzutage nicht mehr das Wasser reichen, weswegen man jüngere Menschen im Alltag häufiger beim Tippen von Messages und seltener beim tatsächlichen Telefonieren sieht. Doch bleiben wir kurz bei WhatsApp, um unser eigentliches Thema „Videografie“ noch etwas zu vertiefen. Wie andere Internetdienste auch, die sich als Plattformen für schriftliche Kommunikation etabliert haben, kann auch dieser Instant-Messaging-Dienst nicht nur Texte, sondern auch Foto- und Videonachrichten übermitteln. Es wurde ja bereits dargelegt, dass heutige Handy-Besitzer nicht mehr aus Gründen der Sparsamkeit auf die Nutzung der Videofunktion verzichten müssen. Da die neuesten Generationen an Smartphones bereits mit der Fotokamera 20 Megapixel darstellen können, die Bilder daher entsprechend großen Speicherplatz benötigen, sind die Speicherkarten heutzutage von vornherein entsprechend gut bestückt. Mit dem Smartphone können also Video bedenkenlos und unkompliziert aufgezeichnet und danach sofort an Freunde weitergeleitet werden, zum Beispiel über WhatsApp.

Andere teilhaben lassen

Dabei ist es nicht einmal notwendig, sich mit Programmen zur Nachbearbeitung von Videos auszukennen. Daher werden Filmsequenzen heutzutage mindestens genauso oft veröffentlicht oder versandt wie Fotos. Der Vorteil eines Films liegt dabei auf der Hand. Videos erzählen stets eine zusammenhängende Story, selbst dann, wenn es sich nur um wenige Sekunden Material handelt. Da bewegte Bilder zusätzlich über Ton verfügen, wird so natürlich ein wesentlich intensiverer Eindruck einer Stimmung vermittelt als anhand eines einzigen Bildes. Wie häufig verspürt man den Wunsch, andere an speziellen Situationen teilhaben zu lassen, einfach weil keine nachträgliche Erzählung so eindeutig und klar sein kann wie ein solches Video. Daher versenden besonders jüngere Erwachsene zunehmend gerne Filmsequenzen.

Shakem – die Community

Es wurde bereits erwähnt, dass es grundsätzlich nicht notwendig ist, sich mit komplizierter Videobearbeitungssoftware auszukennen, um Original-Videos zum Beispiel bei Youtube zu veröffentlichen. Man lädt die Sequenzen einfach per Klick hoch, die Kompatibilität mit der notwendigen Youtube-Komprimierung wird dann von dort aus automatisch hergestellt. Aber sein Umfeld beeindruckt man mehr, indem man Filmsequenzen nicht nur ansprechend zusammengeschnitten, sondern auch mit professionell wirkenden Überblendungen versehen hat.  Doch wie soll das bewerkstelligt werden? Selbst wenn jemand über Kenntnisse zur Nutzung einschlägiger Softwareprodukte verfügt, so kann er sie üblicherweise nicht auf dem Smartphone anwenden. Und gerade damit ist die Versuchung doch häufig groß, den auf Film gebannten Moment umgehend, so lange er noch irgendwie aktuell ist, zu posten. Dieser Problematik möchte nun eine neue Internet-Community Abhilfe leisten. Mit dem Portal www.shakem.com können mit nur wenigen Klicks einzelne Videosequenzen zusammengeschnitten werden. Doch mehr noch als das wird versprochen: Sounds, Fotos und Filmsequenzen können in kürzester Zeit zu einem beeindruckenden Mix zusammengestellt werden, der sich hervorragend dazu eignet, sich mit seinen Freunden und Verwandten auszutauschen oder aber um das Werk gleich, zum Beispiel via Youtube, der Allgemeinheit öffentlich zugänglich zu machen. Ergänzen kann der User seinen Film um zusätzliche Spezialeffekte, die die Seite kostenfrei zur Verfügung stellt. Wer zudem ein Freund neuer, innovativer sozialer Web-Portale ist, kann sich auch gleich in der shakem Community mit anderen Mitgliedern verlinken und seine Videos dort in der begründeten Erwartung veröffentlichen, so neue Follower für sein Werk zu finden. Auf diese Weise können heutzutage leicht neue Freunde gewonnen werden.

Bildquelle:
BigStock-ID: 61403006 by dolgachov

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