Der Streamingportal-Vergleich

Video on Demand hat sich auch in Deutschland schon etabliert (Quelle: Bigstock-ID-82299344-by-Minerva Studio)Foto ©Bigstock

Ein in letzter Zeit immer häufiger fallender Begriff ist „Video-on-Demand„. Er beschreibt Videos – meistens Filme und Serien – die jeder Zuschauer genau dann ansehen kann, wann er selbst es möchte. Das Video-on-Demand-Prinzip wird von verschiedenen Streamingportalen angeboten, die größten deutschen heißen Amazon Prime TV, Watchever, Maxdome und – seit 2014 – Netflix. All diese Streamingportale, mögen sie auch noch so verschieden sein, haben eines gemeinsam: Sie bieten viele Vorteile zum klassischen TV.

Vorteile von Streamingportalen

Der Nutzen von Streamingportalen gegenüber dem „normalen“ Fernsehen liegt klar auf der Hand. Es ist zum einen die zeitliche Flexibilität. Fernsehserien, auch diejenigen, die man mit großer Inbrunst verfolgt, kommen nur einmal in der Woche. Und zwar immer zur selben Zeit. Und so sehr man sich auch anstrengt, es ist beinahe unmöglich niemals eine Folge zu verpassen: Spontan verlängerte Arbeitszeiten, Urlaub, Besuch von Freunden, Besuch bei Freunden, plötzlich einsetzende Müdigkeit. Zwar wird die Sendung meist irgendwann wiederholt, das ist jedoch fast immer zu den unmöglichsten Zeiten der Fall – Nachts um drei oder Sonntagsmorgens um 8 Uhr. Stramingportale sind da netter. Wann immer dem Zuschauer der Sinn nach einer bestimmten Serie steht – sie ist verfügbar. Und endet mal die Folge einer tollen Serie besonders spannend, wartet niemand gerne eine Woche. Bei Netflix, Maxdome und Co wartet die ganze Staffel nur darauf angesehen zu werden.

Ein weiterer großer Vorteil: Es gibt keine Werbung!

Außerdem sind Streamingportale schlau. Sie merken sich genau welcher Nutzer welche Serie ansieht. Und wenn eine neue Staffel dieser Serie erscheint, sagen sie ihm Bescheid. Sie merken sich auch, bei welcher Folge der Nutzer gerade ist und selbst, wenn er mittendrin ausgeschaltet hat, kann er einfach wieder genau dort einsteigen, wo er aufgehört hatte. Anhand der Filme und Serien, die ihre Nutzer ansehen, können die Portale darüber hinaus auch noch herausfinden, was für andere Filme und Serien noch gefallen könnten. Diese werden dann ganz unaufdringlich vorgeschlagen. Hat man beispielsweise den Netflix-Kracher Orange is the New Black angesehen, erscheinen bald eine Menge anderer Gefängnisserien unter den Vorschlägen. Wer Tatort ansieht, der mag vielleicht auch Mord mit Aussicht und wenn jemand ein großer Fan der Stirb Langsam Reihe ist, gefallen ihm bestimmt auch andere Filme mit Bruce Willis. Das ist praktisch und funktioniert großartig. Der Nutzer stellt seine Fernsehzeitung selbst zusammen – und diese kennt keine starren Uhrzeiten. Wem beim Stöbern durch das Angebot etwas gefällt, der kann es seiner Favorienliste hinzufügen – so geht es nicht verloren und kann angesehen werden, wann immer die Laune es zulässt.

Nachteile von Streamingportalen

Ein wesentlicher Nachteil von Amazon, Netflix und Konsorten gegenüber dem klassischen TV ist ganz klar der Kostenfaktor. Je nach Anbieter zahlt der Nutzer mal mehr,mal weniger für die ihm angebotenen Dienstleistungen. Zudem sollte immer bedacht werden: Kein Streamingdienst ist perfekt. Die Auswahl an Filmen und Serien kann noch so riesig sein, irgendwas fehlt im Angebot immer. Aber das ist nicht schlimm. Es gibt auch immer etwas Anderes zu entdecken.

Welche Streamingportale gibt es – Ein Vergleich

Streamingportale sind in den letzten Jahren zu Hauf aus dem Boden gesprossen. Den Überblick zu behalten fällt da nicht allzu leicht. Folgende Übersicht soll die größten in Deutschland zur Verfügung stehenden Portale miteinander vergleichen. Im Hinblick auf:

  • Auswahl
  • Kundenfreundlichkeit
  • Preis

Eines sei vorweggenommen: Die Kundenfreundlichkeit ist bei allen vier Anbietern erstklassig. Und auch ansonsten überzeugen fast alle Streamingportale durch den ein oder anderen Vorteil.

Amazon Prime Instant Video

  • Anbieter: Amazon Europe Core S.à r.l.
  • Auswahl: Laut Amazon selbst sind etwa 12.000 Filme und Serien im Angebot. Neuere Filme und Serien und einige ältere sind zwar manchmal nicht kostenfrei verfügbar, können aber gegen einen ungefähr Videothek-Vergleichbaren Preis dennoch für 24 Stunden angesehen werden.
  • Kundenfreundlichkeit: Der gewohnte schnelle und hilfsbereite Amazon-Kundenservice. Kleines Manko: Es gibt nicht die Möglichkeit, während des Ansehens zwischen den Sprachen zu switchen. Nicht alle Sendungen sind auch in der Originalsprache verfügbar.
  • Preis: Zugang zu Amazon Instant Video gibt es zum Beispiel über die Amazon-Prime Mitgliedschaft. Diese läuft jeweils ein Jahr und kostet 50 Euro. Bei monatlicher Instant-Video Buchung ohne Prime: 7,99 € pro Monat. Zu Anfang erhält man einen Monat gratis.

Maxdome

  • Anbieter: Pro7/Sat1-Gruppe
  • Auswahl: Laut Maxdome-Angaben 55.000 Filme und Serien. Um sie anzusehen muss man ebenfalls kein Abonnent sein – die Inhalte sind einzeln abruf- und bezahlbar.
  • Kundenfreundlichkeit: Schnelle und sehr entgegenkommende Supportmöglichkeiten – telefonisch und per Email gut erreichbar.
  • Preis: Das Monatsabo ist für 9 Euro zu haben. Kinder zahlen sogar nur 4 Euro. Der erste Monat ist kostenfrei zur Probe zu erhalten.

Watchever

  • Anbieter: Watchever GmbH
  • Auswahl: Watchever legt sich nicht spezifisch auf eine Zahl fest. Auf der eigenen Seite ist von „tausenden“ Filmen und Serien zu lesen. Die Inhalte sind nur im Abo zu sehen und nicht einzeln abrufbar.
  • Kundenfreundlichkeit: Ebenfalls guter Service. Schnell, hilfsbereit und gut erreichbar.
  • Preis: Im Monatsabo für 9 Euro zu haben. Die ersten zwei Monate gibt es zum Preis von einem – was de facto heißt: ein Monat ist kostenlos.

Netflix

  • Anbieter: Netflix International B.V.
  • Auswahl: Netflix legt sich ebenfalls nicht fest. Auf der Homepage ist auch von tausenden Filmen sowie Serien die Rede.
  • Kundenfreundlichkeit: Bereits der Hilfebereich der Homepage ist so gut aufgebaut, dass ein weiterer Service häufig nicht nötig ist. Falls doch, sehr schnell und hilfsbereit.
  • Preis: Im Monatsabo, je nachdem wie viele Geräten gleichzeitig genutzt werden möchten und nach Bildkomfortstufe, 8 Euro (ein Gerät, SD), 9 Euro (zwei Geräte, HD), 12 Euro (mehrere Geräte, 4K).

 

Bildquelle: Bigstock-ID: 82299344 by Minerva Studio

Ähnliche Beiträge