Ausgesperrt – es gibt keinen Weg rein

Der Bausparvertrag eignet auch dann, wenn das Projekt Traumhaus noch nicht konkret istFoto ©Bigstock

Diesen Alptraum haben Mieter und Hausbesitzer gemeinsam. Vor dem Zuhause angekommen stellt sich heraus, dass der Wohnungsschlüssel nicht auffindbar ist. Dabei ist es egal, ob der Schlüssel vergessen, verloren oder gestohlen wurde. Das Ergebnis ist das gleiche. Die meist einbruchssichere Wohnungstür lässt sich nicht öffnen, die eigenen vier Wände rücken in unerreichbare Ferne. Und auch über die stabilen Fenster, die in der Regel gut verschlossen sind, ist kein Zugang zur Wohnung zu erlangen.

Schlüsseldienst als Retter in der Not

Doch auch, wenn die Situation ausweglos erscheint, besteht kein Grund zur Verzweiflung. In jeder Stadt befinden sich Schlüsseldienste, für die es ein Leichtes ist, eine verschlossene Wohnungstür zu entriegeln. Und diese Schlüsseldienste sind problemlos zu finden. Besitzer eines Smartphones können sich zum Beispiel ins Internet einloggen und sich verschiedene Schlüsseldienste oder Vermittler von Schlüsseldiensten wie etwa schlüsselhelfer.de auflisten lassen. Auch Besitzer eines Handys ohne Internetzugang erreichen den nächsten Schlüsseldienst ohne Schwierigkeiten. Eine Telefonauskunft ist etwa unter der Nummer 11880 zu erreichen und hilft gerne weiter.

Vor dem Auftrag Preise vergleichen

Sind dann die Schlüsseldienste der Umgebung gefunden, sollte nicht gleich der erste Anbieter beauftragt werden. Denn die verschiedenen Firmen bieten ihre Dienstleistung oft zu ganz unterschiedlichen Preisen an. Es lohnt also, diverse Anbieter zu kontaktieren und sich einen Kostenvoranschlag machen zu lassen. Nur so gelingt es, den Schlüsseldienst mit den günstigsten Konditionen zu finden.

Kostenfalle in der Nacht und am Wochenende

Echte Sparfüchse, die am Wochenende oder zu nachtschlafender Stunde ihren Schlüssel vergessen oder verloren haben, sollten überlegen, ob es nötig ist, den Schlüsseldienst sofort zu bestellen. Denn für Einsätze außerhalb der normalen Dienstzeiten verlangen Schlüsseldienste oft horrende Aufschläge. Es kann also bares Geld sparen, die Nacht bei Freunden oder Familienmitgliedern auf der Couch zu verbringen und den Schlüsseldienst erst am nächsten Werktag zu kontaktieren.

Zusatzkosten Schlossaustausch

Ist der Handwerker dann erst einmal vor Ort, dauert es meist nur wenige Minuten, bis der Weg zur Wohnung wieder frei ist. Wenn dort aber kein Ersatzschlüssel deponiert ist, kommen noch weitere Kosten auf denjenigen zu, der den Schlüssel vergessen oder verloren hat. Gleiches gilt, wenn der verlorene Schlüssel nicht innerhalb kurzer Zeit wieder auftaucht. Der Schlüsseldienst muss dann nämlich das Schloss austauschen, um den Mieter oder Hausbesitzer mit einem neuen Schlüssel zu versorgen und um die Wohnung vor möglichen Einbrechern zu schützen.
Tipps und Tricks: So ist der Schlüssel sicher
Um sich solche Kosten in der Zukunft zu ersparen, ist es wichtig, Vorsorge zu treffen, damit der Hausschlüssel nicht erneut verloren geht. Ein paar Tipps können hier helfen:

  • Routine schafft Sicherheit
    Der Schlüssel gehört immer an den selben Ort. Das kann die Hosentasche oder die verschließbare Innentasche der Jacke sein. Wenn es zur Gewohnheit wird, dass der Schlüssel immer am selben Ort verstaut wird, senkt sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Schlüssel verloren geht. Verstaut der Schlüsselbesitzer den rettenden Türöffner hingegen immer an unterschiedlichen Stellen, muss er zum einen immer nach dem Schlüssel suchen. Zum anderen merkt er meist nicht sofort, wenn der Schlüssel fehlt. Ordentliche Menschen müssen sich hingegen nur abklopfen, um festzustellen, dass alle wichtigen Utensilien an Ort und Stelle sind. So kann sich das Portemonnaie etwa immer in der linken Innentasche des Jacketts, das Handy in der rechten und der Schlüssel in der linken Hosentasche befinden.

 

  • Der Schlüssel gehört an den Schlüsselbund
    Einen Schlüssel vergessen oder verlieren oft Menschen, die das kleine Stück Metall achtlos als Einzelgegenstand irgendwo hinlegen. Ein Schlüssel, der an einem Bund hängt und idealerweise noch in einem Etui verstaut wurde, lässt sich schon durch die Größe des Gegenstandes deutlich leichter finden. Es ist wie mit Geldmünzen. Sind sie sicher im Portemonnaie verstaut, gehen sie in der Regel nicht verloren. Die Münzen hingegen, die einzeln in der Hosentasche klimpern, verschwinden spätestens bei der nächsten Wäsche.

 

  • Ersatzschlüssel deponieren
    Menschen, die einen Schlüssel verlieren, können sich glücklich schätzen, wenn Sie einen Ersatzschlüssel bei Nachbarn oder Bekannten deponiert haben. In diesem Fall muss zunächst kein Schlüsseldienst benachrichtigt werden, da sofort Ersatz zur Verfügung steht. Wenn aber unklar ist, ob der Schlüssel nur verloren oder vielleicht gestohlen wurde, sollte trotzdem schnell das Schloss ausgetauscht werden. Denn es ist nicht sicher, ob der Dieb nicht auch die Adresse des Schlüsselbesitzers kennt und die nächste Abwesenheit für einen  nutzt. Daraus ergibt sich gleich die Regel, dass ein Schlüssel nie mit der Adresse des Eigentümers versehen werden sollte. Denn es gibt leider nicht nur ehrliche Finder, die den Schlüssel wieder beim Eigentümer abliefern sondern auch Einbrecher, die den Türöffner für ganz andere Zwecke nutzen.

 

  • Nur sichere Aufbewahrungsorte wählen
    Um Dieben das Handwerk nicht zu leicht zu machen, sollte der Schlüssel immer an sicherer Stelle verwahrt werden. Eine Hosentasche ist für einen Langfinger etwa deutlich schwerer zugänglich, als die Außentasche eines Jacketts. Und auch eine Akten- oder Handtasche ist für die Aufbewahrung des Schlüssels ein eher ungeeigneter Ort.

 

  • Ein Piepser hilft beim Suchen
    Manche Leute, die ihren Schlüssel verlieren, haben keine großen Schwierigkeiten, ihn wiederzufinden. Denn sie haben einen Piepser an ihrem Schlüssel angebracht, der auf bestimmte Geräusche reagiert. In diesem Fall genügt es, einmal kräftig in die Hände zu klatschen. Der Piepser macht dann akustisch auf seinen Standort aufmerksam. Wer ein solches Gerät verwendet, sollte nur in regelmäßigen Abständen testen, ob es noch funktioniert und im Bedarfsfall die Batterie austauschen.

 

  • Keine „geheimen“ Verstecke wählen
    Zum Abschluss noch ein ganz wichtiger Tipp: Noch immer halten es viele Menschen für eine gute Idee, einen Ersatzschlüssel in der Nähe der Wohnung oder des Hauses zu verstecken. Und die meisten wählen dann so originelle Verstecke, wie die Fußmatte oder einen Blumenkübel. Dank solcher Methoden haben Einbrecher leichtes Spiel, denn sie benötigen meist nur wenige Minuten, um den Aufbewahrungsort des Ersatzschlüssels aufzuspüren.

 

Bildquelle: Flynt/Bigstock.com

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