Was genau ist eigentlich die IHK?

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist die Interessenvertretung aller Gewebetreibenden und Händler. Mit Ausnahme der Handwerker, Landwirte und Freiberufler, für die es eigne Interessenvertretungen gibt, müssen alle anderen per Gesetz Mitglied der IHK werden und diese durch festgelegte Beiträge finanzieren.Handwerksbetrieben, die bestimmte Strukturen haben (z.B. GmbH) können freiwillig zusätzlich Mitglied der IHK werden. Neben der Interessenvertretung der Mitglieder wurden der IHK auch als Körperschaft des öffentlichen Rechts wichtige Aufgaben übertragen. Die eigentlich wichtigste Aufgabe ist hier die Hilfe und Kontrolle bei der Qualifizierung der Nachwuchsbildung. Das betrifft die Lehrausbildung und auch die weitere Qualifizierung der Berufstätigen. Eine einheitliche Lehrausbildung, wie sie heute erfolgt, ist ohne die Industire- und Handelskammer nicht vorstellbar.
Für die Mitglieder gibt es weitere Beratung und Unterstützung, bis hin zur Organisation von Ausstellungen, Messen, Veranstaltungen und Bildungsreisen.
Die IHK legt in der Berufsausbildung und Weiterbildung die einheitlichen Regeln und Anforderungen für staatlich anerkannte IHK Abschlüsse fest. Auch die Prüfungen und Prüfungsabnahmen erfolgen unter ihrer Verantwortung.
Bei Neugründung von Firmen, wenn staatliche Unterstützung, oder Förderungen beantragt werden, erstellt sie entsprechende Gutachten, die von den jeweiligen Behörden anerkannt werden. Besondere Unterstützung erhalten die Firmengründer durch Beratung und Schulungen.
Die Förderung von internationalen Handelsbeziehungen mit Unternehmen der Region wird organisiert und es gibt entsprechende Hilfe und Unterstützung, bis hin zur Organisation von Veranstaltungen und Exkursionen. Die IHK ist als Interessenvertretung der Mitglieder unternehmensorientiert. Nicht zu den Aufgaben gehören arbeitsrechtliche, oder gewerkschaftliche Interessen, oder sozialpolitische Aufgaben.

Die IHK ist in den jeweiligen Bundesländern in Bezirke gegliedert, die der Rechtsaufsicht der jeweiligen Landesregierung unterliegen.
Alle Bezirkskammern haben die Deutsche Industrie- und Handelskammer mit Sitz in Berlin als Dachverband.

Von bestimmten Teilen der Wirtschaft wird heute oft die Pflichtmitgliedschaft kritisiert. Sie fordern eine freiwillige Mitgliedschaft, auch in alternativen Verbänden, die zur Zeit nicht zugelassen sind.

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