Food Trends 2016 – Gesünder, exotischer, besser

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Food trends 2016// Essen ist wichtiger denn je. Wie wir was und wo essen, ob wir dabei alleine sind oder zusammen mit Freunden, Familie und Kollegen, sagt heute sehr viel über unseren Lebensstil aus. Ein Haupttrend für 2016 ist dabei deutlich erkennbar: Wir werden individualistischer werden. Jeder will für sich selbst den eigenen richtigen Weg suchen und finden. Dabei wird alles, was auf unserem Teller landet, einen Hauch exotischer, aber auch uriger, ursprünglicher und vor allem gesünder werden.

Soul-Food mit neuen Fod Trends: Spiritual Food

Soul-Food 2016 soll nicht nur der eigenen Seele gut tun, sondern der ganzen Welt. Exotische Gerichte werden in einen besonderen Kontext gestellt. Die Gerichte sind dann entweder vegan oder zumindest vegetarisch, die Rezepte haben ihren kulturellen Hintergrund im Orient oder in Asien. Alles, was auf dem Teller liegt, hat eine Geschichte, und der Koch kann erzählen, ob das Rezept von einer Beduinenfamilie oder von Mönchen aus dem Nepal stammt. Da Essen dadurch zelebriert und fast schon zur Religion wird, hat dieser Trend den Namen „Spiritual Food“ erhalten.

Weniger Fleisch, und wenn nur noch ganz besonderes

Die Lebensmittelindustrie hat den Trend bereits 2015 erkannt und das Angebot erweitert. Fleischlose Wurst, Schnitzel aus Fleischersatz und Frikadellen aus Gemüse liegen heute in jedem Supermarkt im Kühlregal. Diese Tendenz wird sich noch ausdehnen, und Fleisch wird mehr und mehr zu einem Produkt für bekennende Fleischliebhaber, die sich ganz bewusst für Fleisch entschieden haben. Fleisch zu essen, nur weil es „schnell geht“, „billig“ ist und einem sonst nichts einfällt, wird immer seltener vorkommen. Fleischliebhaber wählen ihre Produkte stattdessen sehr gezielt aus. Sie wissen, woher es stammt und wie die Tiere gelebt haben. Billig-Fleisch ist das no-Go der Zukunft.

Gesundes Fastfood, immer und überall: Infinite Food

Fette Pommes und langweilige Burger? Das war gestern. Die geschmacklosen Burger-Brötchen werden mit gutem Brot ausgetauscht, das Vollkorn-Brötchen ist auch in der Fastfood-Welt auf dem Vormarsch. Der Burger selbst ist vegetarisch oder besteht aus ökologischem Fleisch. Die Salate im Burger bekommen eine völlig neue Rolle und sind nicht länger nur schlappes, grünes Zubehör. Auch die Pizza wird immer gesünder werden. Im Kühlregal finden sich heute schon Angebote mit Öko-Pizzen und veganen Pizzen. Fastfood wird dennoch immer wichtiger werden, weil wir immer öfters „zwischendurch“ essen, aber das Fastfood der Zukunft wird mit dem Fastfood von früher nichts mehr zu tun haben. Wir werden in Zukunft überall und zu jedem Zeitpunkt essen, denn unsere Essgewohnheiten werden so flexibel, wie unsere Arbeitszeiten. Experten bezeichnen diesen Trend als „Infinite Food“.

Food Trends Kraut und Rüben

Paleo-Anhänger nehmen nur noch natürliche Lebensmittel zu sich. Die Produkte der Industrie werden abgelehnt, und nur noch frische, ökologische Zutaten landen im Einkaufskorb und auf dem Teller. Paleo ist bereits seit 2014 groß im Trend. Aber da nun auch der Veganismus auf dem Vormarsch ist, wird Gemüse wie noch nie zuvor zum Mittelpunkt des Geschehens. Bisher war es Beilage, nun steht es im Zentrum. Alte Gemüsesorten werden wieder entdeckt, andere völlig neu entwickelt. Kraut und Rüben sind in Zukunft bunt, und wir lernen auch bisher völlig unbekannte Kohl- und Kürbissorten kennen. Gemüse muss nicht mehr perfekt aussehen, eher im Gegenteil. Desto natürlicher die Rübe gewachsen ist, desto besser ist es! Da dürfen dann auch gerne einige krumme Exemplare dabei sein. EU-Normformen haben sich überlebt.

Food Pairing – die Wissenschaft zieht in die Küche

Schokolade und Chili passen zusammen, das ist schon seit Jahren bekannt. Aber es gibt noch andere Kombinationen, an die sich bisher noch kein Koch gewagt hat. Das wird sich ändern. Wissenschaftler arbeiten an den perfekten Aromen-Kombinationen und geben ihr Wissen an die Gourmet-Welt und die Köche weiter. Irgendwann werden wir die Ergebnisse der Forschung im Restaurant und im Supermarkt wieder finden. Über einen Tomaten-Vanille-Pudding oder Chili in Puderzucker sollte sich niemand mehr wundern.

Food wird zum Event

Wochenmärkte sind inzwischen angesagter als der Supermarkt. Wer wirklich auf sich hält, nimmt den Korb und marschiert einmal wöchentlich auf den Markt. Dort trifft man sich auch an einem Stand und macht mit regionalen Produkten eine kleine Mittagspause. Essen wird zum spontanen Event, und Restaurants werden sich darauf einstellen müssen. Denn inzwischen werden in den Städten auch immer häufiger alte Markthallen neu belebt. Aus den Wochenmärkten werden Märkte, die täglich geöffnet haben und in denen man sich jeden Tag treffen kann. Ein Lebensstil, der im Süden schon immer bekannt war, hat die Alpen überquert.

Exotisches Frühstück

Brötchen mit Honig und Marmelade? Das ist möglich und normal, aber die Zukunft wird uns noch viele andere Möglichkeiten bieten. Internationale Hotels und Trendsetter in New York machen es bereits vor. Ein internationales Frühstück hat unzählige Varianten und zahlreiche positive Seiten. Japanisches Frühstück mit Miso-Suppe und Tang beruhigt den Magen. Ein ägyptisches Frühstück mit Linsensuppe und etwas Joghurt stärkt für den ganzen Tag. Wir werden auf bisher völlig unbekannte Arten frühstücken und es genießen.

Individuelle Bedürfnisse

Vegan, vegetarisch, glutenfrei, laktosefrei, fettarm oder Low-Carb – jeder hat heute seine eigene Vorstellung davon, wie gesundes Essen aussieht. Diese Tendenz wird sich verstärken und Essen wird immer individueller werden. Das Problem: Es wird 2016 noch schwieriger, ein gemeinsames Dinner für alle Freunde oder für die Familie zu kochen. Treffen in Restaurants, auf Märkten oder heimische Buffets, auf denen für jeden Geschmack etwas zu finden ist, nehmen deshalb an Bedeutung zu.

Bildquelle: bigstock-ID-107833697-by-zerbor

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