Pilates gegen Rückenschmerzen

Pilates ist ein sanfte Trainingsmethode, welche Dehnung, Kräftigung und Mobilität vereint. Sämtliche Übungen im Pilates werden unter der Einhaltung einer Grundspannung, dem sogenannten „Powerhouse“ ausgeführt. Diese Grundspannung fördert die physiologische Körperhaltung des Menschen. Beckenboden, die untere Bauchmuskulatur, sowie die kurzen Muskelstränge der Wirbelsäule werden während des Trainings gekräftigt. Somit werden die Schwachstellen bei der Körperhaltung der heutigen Gesellschaft bekämpft. Pilates ist eine optimale Methode Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen. Neben der Stabilisierung der Wirbelsäule in der aufrechten Körperhaltung, fördert Pilates eine gesunde Kräftigung der unteren Bauchmuskulatur. Somit wirkt ein regelmäßiges Wiederholen der Übungen einer Fehlhaltung entgegen. Da häufig diese Fehlbelastungen der Wirbelsäule ein Auslöser für Rückenschmerzen sind, können Belastungsschmerzen durch Pilates verhindert werden. Auch die dehnenden Elemente im dieser Form der Gymnastik, fördern eine normale Muskelspannung. Da verspannte Muskulatur ein weiterer Auslöser für Rückenschmerzen sein kann, wird durch die Senkung der Spannung eine Schmerzerleichterung bewirkt. Verkürzte Muskulatur und erhöhte Muskelspannung fördern Fehlhaltungen und Schmerzen. Pilates reguliert durch Dehnungen in der physiologischen Körperhaltung die Spannung der Muskulatur. Das Training verhilft zu einer optimalen Dehnung. Auch wirkt Pilates kräftigend auf den Körper. Sämtliche Muskeln des Körpers werden bei den verschiedenen Übungen trainiert. So kann kein Ungleichgewicht im Körper auftreten, welches wiederum zu Schmerzen führen kann. Geschwächte Muskulatur bewirkt Fehlhaltungen. Diese fördern einseitige Bewegungsmuster und führen durch Abnutzungen und Verspannungen zu Schmerzen. Das Training wirkt zudem mobilisierend auf die einzelnen Abschnitte der Wirbelsäule. Da Pilates das optimale Verhältnis zwischen Stabilität und Mobilität bewirkt, sowie eine ausgewogene Balance von Spannung und Dehnung fördert, hilft es den Bewegungsapparat gesund zu erhalten. Damit ist es das perfekte Training gegen Rückenschmerzen.

 

 

 

1 Kommentar

  1. Den geschilderten gymnastischen Aspekt bei der Vermeidung oder Behandlung von Rückenschmerzen möchte ich durch einen energetischen und psychischen Aspekt ergänzen, beginnen möchte ich mit dem psychischen.

    Der amerikanische Physiotherapeut Thomas Hanna nennt das von ihm beobachtete Phänomen bei chronischen Rückenschmerzen «sensomotorische Amnesie». Für chronische Kreuzschmerzen sind nach seiner Meinung – und unterstützt von Hans Selye, dem Vater der Stressforschung, – Reflexe ursächlich. Diese führen zu einer – zunächst kurzzeitigen und als Schutzfunktion gedachten – Unterbrechung der normalen Signalverarbeitung im Gehirn. Werden die Traumata jedoch nicht durch eigene seelische Arbeit bearbeitet, dann werden die Reflexe so lange und so oft wiederholt, bis sie dem bewussten Einfluss entzogen sind – anders ausgedrückt: bis sie chronisch werden.

    Die gute Nachricht: Da es sich bei diesem Phänomen um eine erlernte adaptive Reaktion handele, so Hanna, könne sie auch rückgängig gemacht werden.

    Der zweite, energetische Aspekt betrifft die funktionelle Ebene unseres Organismus, da, wo die funktionellen Störungen herkommen. Um diese Ebene wirkungsvoll und nachhaltig zu stärken, eignet sich eine Methode aus dem Dao-Yoga, nämlich die daoistische Meditation mit ihren ganz speziellen Techniken, ganz besonders gut. Sie ist eine phantastische Methode zur Förderung der Selbstheilungskräfte.

    Meine 30jährige Erfahrung als Dao-Yoga-Lehrer zeigt, dass ergänzend zu den meditativen Techniken vor allem Taijiquan und Qigong ein ganz ausgezeichnetes Mittel zur Selbstheilung darstellt. Beide bauen auf der grundlegenden Praxis der daoistischen Meditation auf.

    Beide Methoden sind – Ausdauer beim Üben vorausgesetzt – bei chronischen Rückenschmerzen ein ausgezeichnetes Mittel der Wahl.

    Kommentar von Jürgen Ryzek — 20. November 2012 @ 17:13

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