Schimmel im Haus – Was Sie tuen sollen.

Schimmel an Wänden kann durch das richtige Handling vermieden werden!
Schimmel im Haus – Was tuen?
Schimmel im Haus kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. Neben undichten Wasserleitungen oder Pfusch beim Bau sind die Hauptursachen jedoch falsches Lüften und Heizen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen kann aber auch die Ursache für den Schimmelbefall sein. Schimmelbefall ist nicht ungefährlich. Er kann Asthma, Reizhusten und sogar Atembeschwerden auslösen. Besser ist es, überhaupt erst gar keinen Schimmel aufkommen zu lassen.

Viele wissen allerdings nicht, dass Schimmel nicht nur an den Wänden, sondern auch in der Kleidung oder in Teppichböden entstehen kann. Sogar Bücher können davon betroffen sein. Besonders anfällig sind Badezimmer, in denen kein Fenster ist. Hier kann die Feuchtigkeit schlecht kompensiert werden. Nach einer Altbausanierung mit dichten Fenstern, kann dieses Problem ebenfalls auftreten.

Schimmelbefall verhindern

Ist kein baulicher Mangel vorhanden und gibt es auch keine undichte Wasserleitung, dann kann man Schimmel vorbeugen. In den meisten Fällen ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit der Grund für Schimmelbefall. Es genügt ein einfaches Stoßlüften mehrmals am Tag, um auch in der kalten Jahreszeit das Haus oder die Wohnung zu lüften. Wichtig ist aber auch, dass ungenutzte Räume nicht auskühlen. Die durchschnittliche Temperatur sollte hier nie unter 16 Grad Celsius liegen. Die empfohlene Temperatur für Wohnräume liegt bei 21 Grad Celsius.

Wichtig ist aber auch die Luftzirkulation. Das bedeutet, dass zwischen den Möbeln und den Wänden ein Mindestabstand von rund zehn Zentimetern sein soll. Im Winter sollten keine Fremdkörper auf der Heizung liegen, damit sich die Wärme auch frei im Raum entfalten kann.

Besonders in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, die Zimmer richtig zu lüften. Durchzug ist ein wichtiger Faktor, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt. Nach rund zehn Minuten Lüften ist wieder frische Luft im Raum, ohne dass dieser an Wärme verliert. Dreimal am Tag sollte so mindestens gelüftet werden. Nach dem Duschen oder Baden sollte sofort gelüftet werden. Das gilt insbesondere für Räume, in denen keine Fenster sind.
Die Spülmaschine ist ebenso ein Ort, in dem Schimmelbefall entstehen kann. Obwohl sie dazu da ist, um das Geschirr sauber zu machen, kann auch sie von Schimmelbefall betroffen sein. Wer ständig mit dem ÖKO-Programm spült, muss sogar damit rechnen. Der Befall entsteht durch Essensreste, die sich in den Dichtungen oder Ritzen festsetzen können. Bakterien und Keime haben hier den idealen Nährboden und können sich schnell entwickeln, denn das Ökoprogramm kommt auf höchstens 30 Grad. Wer den Schimmelbefall in der Spülmaschine verhindern will, der muss hin und wieder auf eine höhere Temperatur umsteigen. Diese sollte mindestens 60 Grad haben. In vielen Haushalten wird immer wieder der gleiche Fehler gemacht. Nach dem Spülen wird die Tür geschlossen. Die Feuchtigkeit kann so nicht entweichen und schnell kann es dadurch zu Schimmelbefall kommen.

Wie man Schimmel richtig entfernt

Wenn der Schimmel rechtzeitig bemerkt wird, dann sind die Chancen gut, diesen für immer zu entfernen. Oftmal genügt ein kleines Tuch und ein wenig Desinfektionsmittel. Es kann aber auch synthetischer Alkohol kann zur Schimmelentfernung genutzt werden. Ist der Befall jedoch größer, dann sollte ein Fachmann herangezogen werden. Unternimmt man jedoch nichts dagegen, dann wächst der Schimmel munter weiter. Wer die nachfolgenden Tipps beherzigt, der wird bald von Schimmelbefall in der Wohnung befreit sein.

Kleinere Stellen lassen sich mit einfachen Hausmitteln bekämpfen. Dazu wird 70-prozentiger Alkohol benötigt. Wichtig ist, dass die Fenster während den Arbeiten geöffnet sind. Unverzichtbar sind auch die Atemmaske, eine Schutzbrille und Handschuhe. Nachdem mit diesen Mittel der Schimmel abgewischt wurde, müssen diese Sachen in einer Tüte verschlossen und im Hausmüll entsorgt werden.

Wasserstoffperoxid oder Brennspiritus gehören auch zu den Mitteln, die sich zur Schimmelbekämpfung eignen. Auf chlorhaltige Reiniger sollte aber verzichtet werden, da die Dämpfe die Schleimhaut reizen können. Essig hilft nur bedingt. Seine antibakterielle Wirkung zeigt sich nämlich nur auf Keramik und Metall.

Fazit

Wer stets richtig lüftet, der sollte vor Schimmelbefall geschützt sein. Das richtige Heizen spielt ebenfall eine große Rolle, wenn es um die Entstehung von Schimmelpilzen geht. Jeder Raum sollte rund zehn Minuten richtig durchgelüftet werden. Nachstehend werden noch einmal alle wichtigen Punkte aufgelistet, die dazu führen, dass es erst gar nicht zu einer Schimmelbildung kommt.

  • Tägliches Lüften für mindestens zehn Minuten
  • Die Wohlfühltemperatur sollte am Thermostat eingestellt und danach auch nicht mehr
    verändert werden, konstante Temperatur
  • Mindestens zehn Zentimeter Zwischenraum zwischen den Möbeln und den Wänden lassen
  • Die Spülmaschine sollte zwischendurch mit 60 Grad benutz werden
  • Nach dem Spülen die Tür offenlassen

 

Bildquelle: bigstock-ID-114044198-by-cegli

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