BMI Kinder – Ein angepasster BMI

Die Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße ist der Body-Maß-Index (BMI). Der BMI kann lediglich als grober Richtwert angesehen werden. Da mit zunehmendem Körpergewicht auch die Fettmasse ansteigt und dies bei Erwachsenen meist der einzige Grund für eine Gewichtszunahme ist, wird dies als ausreichende Relation gesehen.

Der BMI Kinder hingegen ist viel schwieriger zu beurteilen. Das ständige Wachstum von Kindern und die altersbedingte ständige Änderung des Anteils der Körperfettmasse müssen hier berücksichtigt werden. Die Formel zur Berechnung des BMI Kinder ist die gleiche wie bei den Erwachsenen, wird allerdings in Referenztabellen mit den Werten von anderen Kindern gleichen Alters verglichen. Diese Referenztabellen für den BMI Kinder gibt es für Mädchen und Jungen und werden von der WHO (World Health Organization – Weltgesundheitsorganisation) veröffentlicht. Bei einer Standardabweichung des BMI Kinder von +1 (entspricht einem BMI von mehr als 25 bei Erwachsenen) gilt ein Kind als übergewichtig, bei +2 (BMI mehr als 30 bei Erwachsenen) als fettleibig.

Die Verwendung von „BMI-Perzentilen“ nach Kromeyer-Hauschild ist eine weitere Möglichkeit zur Einschätzung des ermittelten BMI von Kindern. Übergewichtig gilt hier ein Kind, wenn es einen BMI von mehr als 90 hat. Das heißt, dass 90% aller Kinder desselben Alters und Geschlechts einen niedrigeren BMI Kinder aufweisen. Ab einem Altersperzentil von 97 wird das Kind als fettleibig eingestuft.

Trotzdem kann es bei einer Abweichung des dem Alter entsprechenden Entwicklungsstandes zu unrichtigen Aussagen des BMI Kinder kommen. Macht ein Kind eine Entwicklungsphase früher oder später durch (z.B. rasches Längenwachstum zu Beginn der Pubertät) wird trotz Normalgewicht des Kindes ein der Altersgruppe entsprechend zu hoher oder niedriger BMI vorliegen.

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