Brot selber backen – einfacher als gedacht …

Brot selber backen – mit wenigen Tricks gelingt das auch dem Laien!

…und schnell gemacht!

Bevor wir mit dem Thema „Brot selber backen“ beginnen, eine Frage vorweg: Glauben Sie, dass es schwierig ist sein Brot selber zu backen? Nein, keineswegs! Brot selber zu backen ist keine Kunst, es ist ein Handwerk, das im Prinzip jeder erlernen kann – egal, ob man kompletter Anfänger auf dem Gebiet des Backens ist oder nicht.
Man sollte Spaß an der Sache mitbringen, ein wenig Geduld – denn kein Meister ist jemals vom Himmel gefallen – einen funktionstüchtigen Backofen, die entsprechenden Geräte und – natürlich – die nötigen Zutaten.

Entscheidend für den gewünschten Erfolg ist die richtige Herangehensweise und die richtige Vorbereitung. Seien Sie nicht zu streng mit sich, Brot selber backen ist nicht schwer, fangen Sie einfach an und erfreuen Sie sich an Ihrer eigenen Hände Arbeit

Grundlagen: Welche Zutaten brauche ich, wenn ich mein Brot selber backen möchte?

Welche Zutaten braucht man, um Brot herzustellen? Nun, das hängt vom gewünschten Ergebnis ab.
Je nachdem, ob man ein einfaches, normales Brot oder ein Spezialbrot beispielsweise mit besonderen Getreidesorten will, ob man ein Weißbrot, Mischbrot, Roggenbrot, Vollkornbrot usw. backen möchte, sind andere Zutaten nötig.
Die grundlegende Herangehensweise und die wichtigsten Zutaten sind jedoch bei so gut wie allen Brotsorten gleich. Man braucht drei Grundzutaten:
  • eine bestimmte Menge Mehl
  • ein Triebmittel (meistens Hefe)
  • Flüssigkeit
In den heutigen Läden und Supermärkten gibt es eine Vielzahl an Mehlsorten und -typen zu kaufen. Neben gewöhnlichem Weizenmehl gibt es
  • Weizenvollkornmehl,
  • Roggenmehl,
  • Dinkelmehl
  • und unzählige andere Sorten von Weizen- oder Vollkornmehl
zu kaufen, ganz nach Bedarf und Geschmack.
Vom bekanntesten Mehltyp 405 einmal abgesehen, existieren viele weitere Typen von DIN 405 bis 1800 (z. B. 505). Die verschiedenen Typennummern geben wie vielfach angenommen jedoch keine Auskunft über die Feinheit der Mehle, sondern über deren Mineralstoffgehalt. Je kleiner die Nummer ist, desto geringer ist der Mineralstoffgehalt des Mehls.
Triebmittel sind wichtig, damit der Teig Gase bildet und aufgeht. Als Triebmittel wird meistens Hefe – entweder Frischhefe oder Trockenhefe – verwendet. Man kann aber ebenso Natron, Backpulver, Backferment, Sauerteig oder kohlensäurehaltiges Wasser anstelle von Hefe verwenden. Das hängt davon ab, welchen Geschmack und welche Konsistenz der Brotteig letztendlich haben soll.
Als Flüssigkeit kann Wasser dienen, ebenso Milch, Saft und alle anderen erdenklichen Getränke.

Was ist ein Sauerteig und wie stelle ich ihn her?

Durch den Sauerteig erhält ein Brot eine säuerlich-aromatische Note. Die entsteht durch die Gärung des Mehl-Wasser-Gemisches durch Milchsäurebakterien.
Nötig und geschmacklich erwünscht ist der Sauerteig vor allem bei dunklen Broten wie Roggenbrot, Pumpernikel oder anderen dunklen Vollkornbroten. Würde man einen Teig aus Roggenmehl beispielsweise mit Hefe backen, dann würde der fertige Teig nach dem Abkühlen wieder in sich zusammenfallen, da Roggenmehl wesentlich weniger Weizenkleber enthält als Weizenmehl. Der Teig braucht deshalb einen anderen festigenden Halt: den Sauerteig.
Um Sauerteig selber herzustellen, braucht man in der Regel zwei Dinge: Roggenmehl und lauwarmes Wasser. Beide Komponenten werden in einer bestimmten Menge – je nachdem welche Menge an Sauerteig man herstellen will – zu gleichen Teilen miteinander vermischt. Der eher flüssige Teig sollte ungefähr 24 Stunden an einem warmen Ort stehen gelassen werden, um zu „gehen“. Am darauffolgenden Tag mischt man erneut die gleiche Menge Roggenmehl und lauwarmes Wasser wie am Vortag zu diesem Teig dazu und lässt das Ganze weitere 24 Stunden gehen. Diesen Arbeitsschritt wiederholt man am dritten Tag erneut. Ob der Sauerteig nun fertig ist, erkennt man daran, ob er säuerlich riecht und, ob er genügend Blasen geschlagen hat. Sollte dies noch nicht der Fall sein, muss man nochmals Mehl und Wasser dazugeben und weitere 24 Stunden warten und den Teig ziehen lassen.
Alternativ zur eigenen Herstellung könnte man natürlich auch ein fertig zu kaufendes Sauerteigpulver anrühren.

Den Teig kneten denken viele menschen müsste man lernen. Aber auch dieser Schritt ist einfacher als man denkt! Brot selber backen macht zudem riesen Spaß!

Den Teig kneten, denken viele Menschen, müsste man lernen. Aber auch dieser Schritt ist einfacher als man denkt! Brot selber backen macht zudem riesen Spaß!

Übrigens kann ein einmal fertig gestellter Sauerteig immer und immer wieder vermehrt werden, indem man einen kleinen Teil des Sauerteiges aufbewahrt und immer wieder neues Mehl und Wasser dazugibt und das Ganze wieder 24 Stunden ziehen lässt.
Anstatt mit Roggenmehl kann Sauerteig auch mit jeder beliebigen anderen Mehlsorte hergestellt werden. Am besten geeignet sind jedoch Mehle hoher Typenzahl.

 

Wie stelle ich einen Vorteig her?

Das ist gar nicht schwer. Der Teig mancher Brote wird nicht sofort in einem Stück hergestellt, das heißt es werden nicht gleich alle Zutaten vermischt, sondern es ist zuerst ein sogenannter Vorteig nötig. Das ist besonders dann der Fall, wenn man frische Hefe verwendet. Bei Verwendung von Trockenhefe kann man auch darauf verzichten.
Für den Vorteig vermischt man die Hefe mit der Flüssigkeit, den sonstigen Zutaten und nur einem bestimmten Teil des Mehls, verknetet alles zu einem Teig und lässt diesen zwischen 15 und 30 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt „gehen“ bis er in etwa seine doppelte Größe erreicht hat. Dann knetet man das restliche Mehl unter und lässt den fertigen Teig wieder zwischen 15 und 60 Minuten an einem warmen Ort gehen, je nach Rezept.

Wie backe ich meinen fertigen Teig?

Wenn alle Zutaten für das gewünschte Brot vermischt, verknetet, verrührt worden sind – je nach Teigart, Rezept etc. – und der Vorteig und der „Endteig“ lange genug geruht haben, dann kann es ans Backen gehen. Endlich! Denn wenn man Brot selber bäckt, dann freut man sich schließlich auf das Ergebnis seiner Hände Arbeit!
Um Brot selber zu backen, braucht man nur einen funktionstüchtigen Backofen. Ob ein eingebauter Backofen oder ein freistehender, ob groß oder klein, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist die richtige und durchdachte Vorarbeit. Den Rest erledigt der Backofen für Sie. Sie müssen nur darauf achten, dass die richtige Gradzahl eingestellt ist und natürlich auf die Zeit, die das Brot backen soll. Sinnvoll ist es auch, eine Schüssel mit Wasser auf den Boden des Backofens zu stellen, damit das Brot eine schöne Kruste bekommt.
Ob das Brot schon fertig gebacken ist, kann durch die sogenannte „Stäbchen-Methode“ leicht geprüft werden. Bleibt Teig daran kleben, ist es noch nicht ganz fertig, bleibt keiner kleben, kann das Brot aus dem Ofen genommen werden. Und nachdem es abgekühlt ist, kann es sofort genossen werden… Guten Appetit!

EINKAUFSLISTE für das de.de Brot

250 g Sauerteig aus Dinkel oder Roggenmehl
350 g Dinkelmehl (gesiebt)
200 g Roggenmehl (gesiebt)
2 TL Salz
10 g Hefe
320 ml lauwarmes Wasser

Bitte beachten:

  • EXTRA TIPP: etwas Backmalz dazugeben!
  • Den gekneteten Teig 2 Stunden ruhen lassen!
  • Backofen auf 250 Grad Umluft vorheizen.
  • Gefäß mit Wasser im Ofen platzieren
  • Brot oberhalb längst 5-8 mal einschneiden
  •  10 Minuten bei 250 Grad Umluft, dann 30 bis 35 Minuten bei 190 Grad Umluft backen
Bildquellen:
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