Haushalt 2.0 – Wie vernetzt wird unser Zuhause?

Zuhause der Zukunft: Geräte sind vernetzt und kommunizieren untereinanderFoto ©Bigstock

Die Vernetzung innerhalb der Haushalte hat in den letzten zwei Jahren ganz neue Formen angenommen. Durch die W-Lan Verbindungen und die immer besseren Möglichkeiten für Konsum im Internet sind viele Funktionen im Haushalt heute bereits mit dem Internet verbunden. Immer neue Innovationen, etwa der Bereich Smart Home oder als neustes Beispiel der Amazon Dash Button, geben einen Einblick in die mögliche Zukunft.

Bereits jetzt können Freunde der Technik beinahe jedes Gerät im Haushalt direkt mit dem Netz verbinden und verschiedene Funktionen nutzen. Die Frage ist, wie weit die Vernetzung noch gehen wird und wie die Vorteile für die Bewohner in den Haushalten aussehen.

Amazon führt den Dashbutton ein: Beginn einer neuen Ara?

Der Dash Button von Amazon ist die neuste Entwicklung in der technischen Welt. Bei dem kleinen Knopf handelt es sich um ein Werkzeug, das an verschiedenen Orten im Haushalt eingesetzt werden kann. Da es direkt mit dem W-Lan im Haushalt verbunden ist und daher einen konstanten Zugriff auf das Internet hat, braucht es kein Smartphone oder Tablet oder Computer, um eine Verbindung zum Shop von Amazon herzustellen. Stattdessen erlaubt der Knopf es, einfach mit einem kleinen Druck verschiedene Konsumprodukte zu bestellen. So lässt sich ein solcher Button zum Beispiel im Schrank für Katzenfutter anbringen. Neigt sich der Vorrat dem Ende, kann einfach mit einem Druck auf den Button neues Futter über Amazon bestellt werden.

Es ist eines der neusten Beispiele für die Entwicklung von digitalen Produkten im Haushalt. Man ist direkt mit dem Internet vernetzt und braucht keine zusätzlichen Schritte, um verschiedene Produkte zu bestellen. Zudem dürfte es relativ unwahrscheinlich werden, dass man bei bestimmten Produkten das Ende des Vorrats erreicht. Ob dies nun der Beginn einer neuen Ära ist, lässt sich bisher noch nicht sagen: Viele Verbraucherschützer warnen vor der unausgereiften Technologie. Trotzdem ist die Richtung klar zu erkennen.

Welche Dinge sind bereits im Zuhause vernetzt?

Die Vielzahl der Produkte, die in den letzten Jahren mit digitaler Technologie ausgestattet worden sind, nimmt einen immer größeren Umfang an. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Technologie für die Sicherheit. Auch einfache Dinge wie der Fernseher oder die Heizung können mit dem Netz verbunden werden. Einige Beispiele für Technologie, die im Zuhause häufig vernetzt sind:

  • Entertainment: Fernseher, Konsole und Heim-Server sind fast dauerhaft mit dem Internet verbunden. Sie erlauben noch mehr Unterhaltung und Zugriff auf Online-Mediatheken.
  • Sicherheit: Die Vernetzung von Kameras, Lichtschaltern oder Sicherheitssystemen mit Apps führen zu einer verbesserten Sicherheit im eigenen Haushalt.
  • Verbrauch: Intelligente Stromzähler, digitale Schaltuhren und kluge Heizungen optimieren den Verbrauch von Gas und Strom im eigenen Zuhause.

Das sind nur Beispiele für den bisherigen Stand der Entwicklung. Smart-Home hat sich zu einer schnell wachsenden Branche entwickelt, was zu immer neuen Produkten führt. Die Vernetzung von Kühlschränken und Toasten, die es erlauben das Frühstück zuzubereiten während man noch im Bett liegt, sind nur zwei Beispiele für neue und innovative Entwicklungen in diesem Feld. Bald wird die gesamte Wohnung vernetzt sein.

Wird der Kühlschrank sich bald selbständig auffüllen?

Natürlich wird die technische Entwicklung nicht von jeder Person mit offenen Armen empfangen. Jeder Zugriff auf das Internet ist auch gleichbedeutend mit einem Austausch von Daten. Wo dieser Daten der Verbraucher landen, gerade bei der Nutzung von einer Technologie wie dem Dash Button von Amazon, lässt sich in der Regel nicht nachvollziehen. Durch die momentane Entwicklung dürfte es in den nächsten Jahren noch stärkere Werbung geben, die auf individuelle Personen zugeschnitten werden kann. Zudem kann die Technik auf eine Weise agieren, die zumindest ein kritisches Stirnrunzeln erlaubt.

Hier muss der Verbraucher zwischen Datenschutz und Nutzen abwägen!

Aufgrund der technischen Entwicklung könnte es bald durchaus möglich sein, dass der Mensch an essentiellen Handlungen im Alltag nicht mehr aktiv beteiligt ist.

Wenn der Kühlschrank weiß, wann die Milch leer wird oder wie viel Käse für die nächste Woche vorhanden sein soll, kann die Bestellung zu einem Automatismus werden.

Natürlich wird man nicht vollkommen auf Handlungen im eigenen Zuhause verzichten können. Es ist nicht wahrscheinlich, dass die Technik jeden Impuls im normalen Alltag nachvollziehen kann.

Video: Fluch oder Segen: Eine Messepräsentation von Samsung über den perfekt vernetzten Haushalt


 

Da Shopping für viele Menschen zudem nicht einfach nur eine Aktivität. Einkaufen ist für manche ein Hobby und wird der Einkauf auch nicht völlig aus dem Alltag verschwinden. Möchte man die neue Technik positiv sehen, so wird sie es vor allem ermöglichen, dass viele Dinge erheblich einfacher werden. Störende Beschäftigungen werden dadurch vereinfacht, dass die Technik mit dem Alltag vernetzt ist und somit wichtige Aufgaben alleine übernehmen kann. Das führt aber nicht zwangsläufig zu einer vollkommen Veränderung der Abläufe.

Welche Dinge sind bisher noch schwer zu digitalisieren?

Der Kreativität im Bereich Smart Home sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich lässt sich sehr einfach vorstellen, wie viele Dinge sich durch das Internet und die technischen Entwicklungen verbessern lassen. Bisher sind aber viele Dinge vor allem auf der technischen Ebene noch nicht einfach so umsetzbar. So können auch die besten Werkzeuge im Alltag nicht die Gedanken der Menschen nachvollziehen. Durch die Daten, die jeden Tag gesammelt werden, sind zwar normale Abläufe nachvollziehbar, nicht aber Eventualitäten, denen man im Alltag begegnet. Daher sind die Unternehmen auch so interessiert an den Profil-Daten, die bei der Technik von den Menschen zur Verfügung gestellt werden. Sie erleichtern es, verschiedene Maßstäbe für unterschiedliche Zielgruppen zu setzen.

Es ist vor allem die Wirtschaft selbst, die bisher schwer zu digitalisieren ist. Während der Knopfdruck aus dem Haushalt eine Bestellung in das Versandzentrum schickt, sind hier noch immer viele Arbeitsschritte von Menschen nötig, damit der Ablauf perfekt funktioniert. Erst wenn die Unternehmen selbst sich vollständig auf die Digitalisierung und die Automatismen eingestellt haben, kann also die Vernetzung perfekt funktionieren.

Bildquelle:

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1 Kommentar

  1. Egal was uns das Kapital verkauft, wir fressen es. Die 24 Stunden omnipräsente Werbung wird uns auch in der Hinsicht zu willenlosen Konsumenten über das s.g. Smart Phone im s.g. Smart Home machen.
    Wer benötigt bei etwas Verstand einen „intelligenten“ Kühlschrank ?
    Doch das Geheimnis liegt darin, dass die Menschen unselbstständiger gemacht werden sollen.
    Wir sollen wie die Masse der US Bürger werden. Die sich jetzt schon für jeden Quatsch einen Dienstleister holen.
    Wenn wir auch noch verlernen selbständig einzukaufen, hat das Kapital auch hier gewonnen.
    Denn es werden dann vorwiegend die Produkte eingekauft, die keinen Sinn machen und stark von der Werbeindustrie beworben werden.
    Dann befinden sich nach dem Kauf über das Netz (also vom Sofa aus über das s.g. Smart Phone) Dinge wie Rote Zuckerbrause, Markenfertiggerichte und alle möglicher Blödsinn noch verstärkt im Kühlschrank.
    Dann wird über die Anwendungen der Käufer auch zum Kauf genötigt.
    Als Beispiel auch die Panikmache. Dann wird die neue Bevorratung durch die Regierung eingebracht und der Konsument bevorratet sich. Aber da das nur für den Notfall ist, werden andere Dinge auch ausgenutzt.
    Achtung ! Achtung ! Wetterlage XY ! Sie haben nur noch für maximal 24 Stunden Vorräte im Kühlschrank. Durch die Wetterlage XY kann es sein, dass der Liefer LKW nicht ankommt. Eventuell der Supermarkt mehrere Tage nicht beliefert wird.
    Dann kann man auch via s.g. Smart Phone veröffentlichen, dass das so geliebte Katzenfutter der Marke XY nicht mehr produziert wird. Also „muss“ man sich bevorraten. Dass dann aufgrund der grossen Nachfrage die Produktion weiterläuft, ist dann die „positive“ Meldung.
    Das Kapital wird dann den Konsum der Verbraucher direkte steuern können.
    Produktionsspitzen, Absatzschwäche etc. kann alles über den total gesteuerten Konsumenten geregelt werden.
    Auch werden dann Proben von neuen Produkten einfach mitgesendet. Um die Konsumenten davon abhängig zu machen.
    Es geht ja nicht nur um den Kühlschrank, sondern auch um den klassischen Vorratsraum/schrank. Auch um Pflegeprodukte. Alles wird dem Kunden noch Viel besser aufgezwungen. Bei den Pflegeprodukten eben das Duschgel, das Shampoo, die Wochenspülung, Zahnpasta für morgens und abends extra, Hautcremes aller Art und die Sonnencreme.
    Sie haben doch angegeben, dass die gegen diese Inhalte allergisch sind. Wieso bestellen Sie das ? Sofort „greift“ der Verbraucher nach dem teureren Produkt.

    Der Vorteil wird sein, dass die Supermärkte leerer werden. Der Nachteil, dass es irgendwann kaum noch Supermärkte für den manuellen Einkauf geben wird.
    Nicht Smart Phone gesteuerte Menschen müssen dann ihren Einkauf über Dienstleister abwickeln. Dann kommt der Bestellmensch zu Hause vorbei und lässt die Sachen liefern oder liefert selber.
    Die ehemaligen Supermärkte werden dann nur noch Auslieferungszentren sein.
    Von denen aus koordiniert geliefert wird. Da die Unterbrechung der Kühlkette noch nicht auf dem Postwege ganz verhindert werden kann.
    Aber das kommt auch noch. Teure Lieferboxen, die garantiert 24 Stunden die Waren bei 20 Grad minus halten. Damit die Waren über die vorhandenen Postwege verschickt werden können. Das geht ja heute schon in 24 Stunden.
    Dann kommt halt der freundliche Hermes Fahrer, der weiterhin als Selbständiger 60 Cent für das erfolgreich ausgelieferte Paket erhält und schleppt noch grössere Gewichte. Vielleicht sogar mit ins Haus Lieferung, wo der Fahrer dann 20 Cent mehr für bekommt.
    Am Ende werden dann Roboter und Drohnen uns ganz selbstständig beliefern. Die per automatischen Zugang (die Türschlösser sind dann längst abgeschafft worden) ins Haus kommen und die Kühlschrank beladen.
    Günstigerweise ist es dann ein beladungsfähiger Kühlschrank, den sich ganz hippe Leute für 3000 Euro anschaffen. Wie die aufgekommenen Kühlschränke mit Eiscrusher, auf die die hippen Leute ganz stolz waren.
    Wahrscheinlich werden dann in weiterer Zukunft Kühlschranke und Vorratsräume von ausser gangbar sein. So dass die Belieferung ohne Störung erfolgt.
    Per Ladeklappe von aussen. Die werden sich die hippen Leute für einige tausender des schönen Geldes voller Freude einbauen lassen.
    Bis dahin werden wir von Lieferdrohnen umzingelt sein.
    Und das selbstfahrende Auto wird uns dahin fahren, wo wir wollen. Nein, es wird Vorschläge machen. Denn ausser zu Arbeit haben wir ja keine festen Wege mehr.
    Dann wird das Auto fragen „Wo wollen Sie heute denn hin ?“. Es wird einen Vorschlag machen und einen in irgendeinen Touristenbunker fahren.
    Und damit unsere Sicherheit gewährleistet ist, wird dieses Auto auch selber zur Inspektion fahren.
    Natürlich macht das dann unser Auto die Fahrt zur Werkstatt, wenn wir bei der Arbeit sind. Das wird uns die Industrie als hipp verkaufen und Zeitersparnis. Die hippsten Leute werden auf hier zuschlagen.

    Und da wir mit der überflüssigen Freizeit nichts mehr anzufangen wissen, trotz Multimedia und bis dahin 3D Smart Phone virtuell vor dem Gesicht , wird uns das Kapital minutiös die Freizeit gestalten.
    Natürlich wird das alles Geld kosten. Denn wir sollen tagsüber in den Produktionsstätten des Kapitals funktionieren und nach Feierabend das verdiente Geld auch wieder dem Kapital zustecken.
    Das Geld ist dann längst abgeschafft.
    Es wird ganz hipp über das Smart Phone, bzw. bis dahin über den Körperchip bezahlt. Den wir alle per gesetzlicher Verordnung tragen werden, um gegen den Terrorismus zu kämpfen. Dass wir unsere Freiheit bereist fürs Kapital aufgegeben haben, merken wir nicht. Gegner sind nur Verschwörungstheoretiker und Rechtsradikale. Wir zahlen ganz hipp mit dem Vorbeischreiten an der Kasse der Freizeitparks.
    Dass wir am Ende des Monats minus machen, freut das Kapital. Denn es leiht uns gerne das Geld, was es uns als Arbeitnehmer zu wenig zahlt.
    Aber darüber denkt bis dahin keiner mehr nach.
    Denn dan der genannten 3D Smart Phones haben wir den Blick nur noch auf die virtuelle Welt. Beim automatischen Autofahren, beim automatischen E-Bike fahren und beim automatischen „Scooter“ fahren zu „Fuss“.
    Damit unsere fetten Körper schlank bleiben, geht es in die Fitnessstudios des Kapitals. Denn die körperliche Ertüchtigung soll vom Kapital gesteuert werden.
    Es soll bloss keiner mehr selber laufen, selber Rad fahren oder gar in den Wald zum laufen gehen.
    Wenn doch, muss das alles über die neuen elektronischen Dinge gesteuert werden, die uns heute schon verkauft werden.
    Denn ohne Pulsarmband und kontrollierte App auf dem Smart Phone kann man doch nicht mehr laufen oder Rad fahren.
    Man muss jetzt schon, um hipp zu sein, mit tausenden von Euros am Leibe laufen.
    Sport-Schuhe, atmungsaktive (Marken)Sportbekleidung, 1000 Euro Smart Phone, Pulsarmband oder besser die teure Uhr und was ich noch vergessen haben.
    Das Sportfahrrad muss natürlich mehrere tausend Euro gekostet haben.
    Das E-Bike ist eigentlich unter 5000 Euro nicht zu haben. So der Verkäufer des hippen Fahrradlandens. Dann haben Sie auch ein Navi dabei, diese Funktion usw..
    Wenn ich dann Leute mit hipper Sportbekleidung auf dem E-Bike sehe, frage ich mich wirklich, ob die noch ganz sauber ticken.
    Dann fahren diese Herrschaften mit 5000 Euro unter dem Allerwertesten, ca. 2500 am und um den Leib durch die Gegend. Alles minutiös geplant, denn der Akku muss ja halten.
    Mit Sportbekleidung auf dem E-Bike.
    So weit hat uns das Kapital gebracht.
    Man darf nicht mehr auf einem alten guten Hollandrad fahren. Und schon gar nicht in Alltagskleidung.

    Ich fülle meinen Kühlschrank auch in Zukunft noch selber auf.
    Dazu gibt es auch eine nette Geschichte.
    Der Kühlschrank ist eine Erfindung des Kapitals. Er kommt aus den USA.
    Wir hatten immer Einweckgläser. Doch die hat man uns weggelogen.
    Zur Jahrtausendwende hat man übrigens noch Einweckgläser mit genießbarem Inhalt aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
    Doch am Einwecken verdient das Kapital nichts. Die nehmen wohlmöglich noch Sachen aus dem eigenen Garten und aus Hausschlachtungen. Das geht überhaupt nicht ! Denn ! Die Abhängigkeit vom Kühlschrank ist eine Abhängigkeit vom Strom.
    Wir müssen ständig an das Stromnetz angeschlossen sein. Früher haben die Leute sogar noch Kerzen benutzt.
    Heute würde die ja sterben, wenn die eine Stunde ohne wlan wären.

    So auch werde erst mal ganz analog den Rest des Tages verbringen.

    Kommentar von Franz — 3. November 2016 @ 09:16

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