Alt vs. Neu: Welche Medien eigenen sich besser fürs Marketing?

: Alt vs. Neu: Welche Medien eigenen sich besser fürs Marketing?

von Alexander Becker

Das mediale Zeitalter erlaubt einen fast uneingeschränkten Zugriff auf Informationen. Fluten von Informationen erreichen uns tagtäglich und erschlagen einen regelrecht. Wie man die Informationen bezieht, hat sich im Laufe der Zeit stark verändert.

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen alten oder traditionellen Medien wie Print, TV und Radio und den neuen Medien, welche ausschließlich über das Internet zugänglich sind wie Blogs, Webseiten, Newsportale und Social Media. Der Informationsfluss bleibt der Gleiche, nur die Art und Weise wie wir Informationen beziehen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Aufgrund des einfacheren und verbesserten Zugangs zu Informationen durch das Internet werden alte Medien immer zweitrangiger. Aber stimmt das? Was ist besser, Alte Medien oder Neue Medien?

Alte Medien

Natürlich ist es noch üblich, dass man sich abends die Tagesschau im Fernsehn anschaut oder auch sonntags morgens gemütlich die Zeitung am Frühstückstisch liest. Das Problem ist, dass unsere Welt immer schnelllebiger wird und die Zeit oftmals nicht mehr ausreicht, sodass man nur noch die Schlagzeilen lesen kann. Eine Zeitung ist zu umfangreich für viele geworden, sodass man eben auf kurze Nachrichtenmeldungen im Internet zurückgreift. Will man sich ausführlich informieren, so muss man sich eben die Zeit nehmen.

Viele Zeitungen leiden unter den abnehmenden Verkaufszahlen, denn die Konkurrenz durch das Internet ist stark. So musste z.B. die Frankfurter Rundschau im November 2012 Konkurs anmelden.

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Neue Medien

Auch das Radio und der Fernseher wurden einmal als Neue Medien bezeichnet. Seit Mitte der 1990er Jahre bezieht sich der Begriff jedoch auf alle elektronischen, digitalen und interaktiven Medien. Der Vorteil dieser Art von Massenkommunikation ist, dass man sich jederzeit und überall über neuste Neuigkeiten informieren kann.

Medien & Marketing

Die Medien, egal ob alt oder neu, wurden schon immer für Marketing und Werbung genutzt. Fernsehwerbespots, Zeitungs-Anzeigen oder Radiowerbung wurden jahrzentelang genutzt, um Verbraucher und Unternehmen zu erreichen. Obwohl traditionelle Medien wirksam sind, nutzen seit einigen Jahren immer mehr Unternehmen Neue Medien, um ihre Zielgruppen zu erreichen.

Unternehmen setzten auf eine Vielzahl von Marketing- und Werbe-Methoden, um potenzielle Kunden und Leads zu erreichen. Im Laufe der Zeit haben sich die Marketing-Methoden weiter entwickelt, verändert, oder wurden sogar abgeschafft und durch neue ersetzt.

Wenn ein Unternehmen großen Erfolg durch traditionelle Medien erzielt hat, ist es wahrscheinlich nicht so glücklich über die Idee, diese für Neue Medien zu verlassen – auch wenn diese neuen Methoden bessere Ergebnisse versprechen. Die Frage kommt auf, „welche Methoden sind es wirklich wert, und in welche neuen Methoden sollte ich investieren?“

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Welche neuen Marketing-Methoden gibt es?

  1. Search Enginge Optimization (SEO)

Suchmaschinenoptimierung, häufig abgekürzt als SEO, bezieht sich auf eine Reihe von Prozessen, mit denen eine Webseite ihr Ranking in Suchmaschinen wie Google verbessert. SEO ist ein wichtiger Bestandteil des Online-Marketings, denn ohne Ranking der Suchanfragen, wird eine Webseite möglicherweise nie gezielt Leads oder Kunden generieren können.

SEO kann in vielerlei Hinsicht genutzt werden, um ein Webseiten-Ranking zu verbessern. Eine der besten Möglichkeiten besteht durch die Verwendung von Keywords. Schlüsselwörter sind spezifisch ausgewählte Wörter oder Ausdrücke, die im Inhalt einer Webseite platziert werden. Diese Keywords entsprechen den Wörtern oder Sätzen, nach denen Menschen online suchen. Wenn die richtigen Keywords verwendet werden, wird die Webseite eher auf den ersten Seiten der Suchergebnisse angezeigt.

Das Ranking einer Webseite wird nicht nur durch Keywords bestimmt. Eine Webseite kann mehr oder weniger sichtbar sein, abhängig von der Anzahl der Links durch andere Webseiten. Eine Seite, die viel von anderen Webseiten aus verlinkt wird, wird von Google eher als vertrauenswürdig eingestuft und wird bei den Suchergebnissen besser positioniert. Eine Webseite mit sehr wenigen Links, auf der anderen Seite, wird niedriger eingestuft.

  1. Social Media Marketing

Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter, Google + und Co. werden vermehrt von Unternehmen genutzt, um Verbindungen mit potenziellen Kunden zu etablieren, aber auch um Beziehungen zu aktuellen Kunden zu stärken. Vorteilhaft an Social Media ist die direkte Kommunikation mit Verbrauchern. Fragen können beantwortet werden, es kann auf Feedback reagiert werden und Bedenken oder Probleme können schnell und auf eine persönliche Art und Weise angesprochen und gelöst werden. Der Kundeservice durch Social Media wird eindeutig verbessert.

  1. Content-Marketing

Content-Marketing ist ein essenzieller Teil der Unternehmenskommunikation und gehört zum Markenaufbau- und/oder zur Inbound-Marketing-Strategie. Durch informierende, beratene und unterhaltsame Inhalte soll eine gewisse Zielgruppe angesprochen werden, um sie von dem Produkt oder der Dienstleistung zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen bzw. zu halten. Diese Inhalte werden oftmals in Form von Blogbeiträgen, Infografiken, Umfragen, Studien, Spielen, E-Books, Podcasts u.v.m herausgegeben.

Grundsätzlich geht es beim Content-Marketing um die Kunst der Kommunikation mit den Kunden und Interessenten ohne einen eigentlichen Verkauf anzupreisen. Anstatt ein Produkt oder eine Dienstleistung in den Vordergrund zu stellen, werden für den Verbraucher interessante und nicht werbliche Informationen geliefert. Ziel des Content-Marketing ist es, dem Kunden fortlaufend wertvolle Informationen zu liefern, sodass diese letztlich einen Kauf abwickeln.

 

  1. E-Mail Marketing

E-Mail-Marketing ist eine der besten Methoden, um Kunden direkt zu erreichen und für weitere Maßnahmen zu motivieren. Viele stufen E-Mails als Outbound-Marketing ein, aber da Verbraucher aufgefordert werden sich mit ihrer E-Mail-Adresse einer Liste anzuschließen und so ihr Interesse bekunden, qualifizieren E-Mails als Inbound-Marketing.

Was die E-Mails letztendlich enthalten sollen, entscheiden die Unternehmen. Viele haben damit begonnen ihr Content-Marketing durch E-Mail-Marketing zu erweitern. Das heißt, sie senden interessante und einzigartige Inhalte an E-Mail Abonnenten. Das kann die Beziehung zu Leads oder interessierten Abonnenten aufbauen und stärken und so den nächsten Schritt im Verkaufsprozess einleiten.

  1. Pay-Per-Click (PPC) Advertising

Bei dem Pay-Per-Click-Marketing wird Suchmaschinen-Werbung verwendet, um Klicks auf die eigene Website zu bekommen, anstatt organischen Traffic zu generieren. Gesponserte Anzeigen, die häufig im oberen Teil der Google-Suchergebnisseite angezeigt werden, werden als Pay-Per-Click-Werbung bezeichnet.

So funktioniert es: Jedes Mal, wenn jemand auf eine Anzeige klickt, wird dieser Besucher auf die jeweilige Website geführt, dafür bezahlt der Betreiber der Suchmaschine eine kleine Gebühr. Wenn die PPC-Kampagne gut konzipiert ist und reibungslos läuft, wird diese Gebühr trivial sein, denn der Besuch ist mehr Wert für das Unternehmen als das, was es für den Klick ausgibt. Das Unternehmen zahlt z.B. 5€ für einen Klick, aber durch diesen Klick wird ein Verkauf von 300€ erzielt.

Natürlich gibt es noch weitaus aus mehr Marketing-Methoden wie z.B. das Affiliate-Marketing.

 

Fazit

Auch wenn der Trend zu Neuen Medien im Marketing führt, muss jedes Unternehmen für sich entscheiden, ob neue Marketing-Methoden nützlich sind und den Gewinn steigern können.

Viele Marketer finden, dass traditionelle und Outbound-Marketing-Methoden ihre Wirksamkeit im Laufe der Zeit verloren haben. Wenn niedrigere Einkommen durch Werbung oder Outbound-Marketing bemerkt werden, ist dies wahrscheinlich ein Symptom für eine geringere Effektivität. Somit wäre es eine gute Idee, langsam die alten Methoden zugunsten von neuen auslaufen zu lassen. Ein wichtiger Aspekt bleibt jedoch der Bedeutungsverlust der „Zielgruppe“. Immer weniger Marken – mit Ausnahme von absoluten Luxusgütern – können über genaue Zielgruppen definiert werden. Eine breite Streuung der Werbung und auch der Kanäle ist daher immer sinnvoller!

 

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