Vermögenswirksame Leistungen: So sparen Sie aufs Eigenheim

Vermögenswirksame Leistungen

Wer bauen will, benötigt Eigenkapital. Auch wenn der Großteil der Baufinanzierung über ein Darlehen läuft, sollten Sie mindestens 20 Prozent der Kaufsumme selbst aufbringen. Bei anhaltend niedrigen Zinsen empfiehlt es sich, rechtzeitig mit dem Sparen anzufangen und jede Fördermöglichkeit zu nutzen. Ein guter Weg, Eigenkapital für den Hauskauf anzusparen, sind vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber. Lesen Sie hier, wie Sie diese fürs Eigenheim nutzen.

Vermögenswirksame Leistungen: Der Bonus vom Arbeitgeber

Vermögenswirksame Leistungen bieten Arbeitnehmern einen Anreiz, Kapital aufzubauen. Mit dem Vermögen sorgen die Sparer fürs Alter vor oder sparen auf größere Projekte wie den Hauskauf. Der Zuschuss der Arbeitgeber ist allerdings freiwillig. Viele größere Unternehmen zahlen bis zu 40 Euro vermögenswirksame Leistungen im Monat. Auch einige Tarifverträge enthalten Bestimmungen zu derartigen Leistungen. Wo dies nicht der Fall ist, kann der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen individuell im Arbeitsvertrag zusagen.

Wenn der Arbeitgeber keinen Zuschuss leistet, kann der Arbeitnehmer immer noch entscheiden, einen Teil seines Bruttogehalts umzuwandeln und in einen Sparvertrag einzuzahlen – das zählt dann wie vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers. Das Geld wird für mindestens sieben Jahre angelegt, erst dann haben Sie Anspruch auf staatliche Zulagen.

Steuervorteile und Förderung vom Staat

Arbeitnehmer und Arbeitgeber sparen durch vermögenswirksame Leistungen bei der Einzahlung Steuern und Sozialabgaben. Außerdem belohnt der Staat die Sparanstrengung mit Zulagen. Diese erhalten allerdings nur Arbeitnehmer mit geringerem Einkommen.

So können Sie die vermögenswirksamen Leistungen anlegen

Sie können selbst wählen, in welcher Anlageform Ihre vermögenswirksamen Leistungen angelegt werden. Wenn Sie in nächster Zeit eine Immobilie kaufen oder ein Haus bauen möchten, liegt es nahe, die vermögenswirksamen Leistungen dafür zu nutzen. Denn so kommen die Arbeitgeberleistungen und die staatlichen Fördergelder direkt Ihrer Baufinanzierung zugute.

Vermögenswirksame Leistungen für den Bausparvertrag nutzen

Eine beliebte Anlageform für vermögenswirksame Leistungen in der Baufinanzierung ist der Bausparvertrag. Mit diesem Vertrag bauen Sie zum einen Eigenkapital auf, das Sie später beim Hauskauf benötigen. Zum anderen haben Sie nach Ablauf der Ansparphase Anspruch auf ein zinsgünstiges Baudarlehen. Ein Arbeitnehmer, der einen Bausparvertrag abgeschlossen hat, besitzt auch grundsätzlich einen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Allerdings nur, wenn das zu versteuernde Einkommen 17.900 Euro (für Ledige) oder 35.800 Euro (für Verheiratete) nicht überschreitet. Der Bausparvertrag eignet auch dann, wenn das Projekt Traumhaus noch nicht konkret ist: Schließlich läuft der Vertrag über Jahre.

Der Bausparvertrag eignet auch dann, wenn das Projekt Traumhaus noch nicht konkret ist

Der Bausparvertrag eignet auch dann, wenn das Projekt Traumhaus noch nicht konkret ist

Vermögenswirksame Leistungen für Wohn-Riester nutzen

Einige Arbeitgeber bieten zweckgebundene Leistungen für die Altersvorsorge: sogenannte Altersvorsorgewirksame Leistungen. Auch dieses Geld können Sie für Ihre Baufinanzierung nutzen. Wenn die Zahlungen in einen Wohn-Riester-Vertrag fließen, werden sie direkt für die Tilgung eines Baudarlehens eingesetzt, und die Sparer erhalten die Riester-Zuschläge vom Staat. Denn schließlich dient auch die selbstgenutzte Immobilie der Altersvorsorge.

 

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