Über viele Jahre haben sogar einflussreiche Personen nicht geglaubt, dass das Internet die Welt in der Form verändern wird, wie es am Ende passiert ist. Sie haben es für einen Trend zur Information und Unterhaltung gehalten, nicht aber für die Zukunft der Wirtschaft. Das zeigt sich auch daran, dass inzwischen ganze Branchen aus dem normalen Alltag verschwunden und heute quasi nur noch in verschiedenen Formen im Netz zu finden sind. Und der Trend der Verlagerung vom lokalen Geschäft in das Internet geht weiter. Viele Branchen sind noch nicht soweit, um sich auf das neue Geschäftsmodell einzustellen.

Welche Branchen sind besonders vom Trend des Internets betroffen?

Das Internet hat nicht nur die Welt der Konsumenten verändert, sondern dafür gesorgt, dass sich ganze Branchen auf die neuen Anforderungen ihrer Kunden einstellen müssen. Eines der ersten Beispiele für eine klare Veränderung in der Welt war zum Beispiel das Finanzwesen. Sie haben mitunter zuerst den neuen Trend erkannt und schnell dafür gesorgt, dass ihre Kunden nun auch im Internet mit ihren Banken umgehen können.

Heute ist das Konto im Internet in Verbindung mit den Online-Überweisungen längst Normalität. Es geht sogar noch weiter: Klassische Banken und Sparkassen sind immer weniger gefragt, da die Kunden auf die Dienstleistungen von Direktbanken setzen, die all ihre Beratungen und Dienste im Netz haben. So werden Finanzen abgewickelt, Aktien gehandelt und Kredite beantragt. Das Geschäft am Schalter wird mittelfristig auf ein Minimum zurückgehen.

Aber nicht nur die Dienstleistungen haben sich stark verändert. Vor allem im Einzelhandel ist zu bemerken, dass bestimmte Branchen und Zweige der Wirtschaft längst nicht mehr so gefragt sind. So ist ein kompletter Wandel in den Innenstädten zu sehen. Möchte man sich zwei Beispiele nehmen, so sind wohl der Buchhandel und der klassische Videoverleih dafür sehr gut geeignet. Selbst kleine Städte hatten in der Regel mindestens eine Videothek, in der sich die Kunden mit DVDs und Games versorgen konnten.

Heute haben Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime dieses Geschäft vollkommen übernommen. Selbst die Versuche der Online-Videotheken wurden beinahe komplett eingestellt und stattdessen wird auf das beliebte Streaming als eine flexible Alternative gesetzt. Gleichzeitig verschwinden die klassischen Buchhändler aus den Städten, da sich die Menschen bei großen Kaufhäusern im Internet nicht nur einfacher, sondern auch bequemer und günstiger mit den Büchern versorgen können.

Welche Branchen gibt dank des Wandels bereits nicht mehr?

Die Beispiele des Buchhandels und des Videoverleihs eignen sich wohl hervorragend als Exemplare von Branchen, die bereits verschwunden sind oder kurz davor sind, in Form von lokalen Geschäften nicht mehr zu existieren. Vielleicht könnte der Buchhandel überleben, weil es immer Menschen gibt, die lieber durch die Regale stöbern und sich inspirieren lassen. Es gibt aber

Wikipedia hat den Brockhaus nahezu komplett ersetzt!

Wikipedia hat den Brockhaus nahezu komplett ersetzt!

genügend Branchen, die dieses Glück nicht hatten:

  • Die Gelben Seiten: Der Überblick über die lokalen Händler ist ebenso wie das Telefonbuch beinahe gänzlich aus dem Alltag der Menschen verschwunden. Google hilft besser und schneller bei der Suche.
  • Das Lexikon: Lexika waren sowohl in digitaler als auch in Buchform immer sehr beliebt. Heute gibt es dafür Wikipedia.
  • Singlepartys: Das Internet ist längst auch zu einem Treffpunkt für Singles geworden. Klassische Singlepartys und Partnervermittlungen gibt es kaum noch.

Es gibt sowohl eine Vielzahl von Kleinigkeiten als auch ganze Branchen, die sich durch den Wandel in das Internet verändert haben. Selbst die großen Marken im Elektronikgeschäft haben deutlich Einbußen bei ihren Umsätzen, weil sich die Menschen auch hier einfacher und mit einer größeren Auswahl im Internet informieren und versorgen können. Tatsächlich profitiert der Fachhandel davon.

Jene, die nicht an den großen Shops im Internet interessiert sind, haben ein neues Bewusstsein dafür entwickelt, wie wichtig eine gute Beratung beim Kauf bestimmter Produkte sein kann. Die kleinen Fachhändler in den Innenstädten, die ihren Kunden dabei helfen, das perfekte Produkt zu finden, sind heute mehr gefragt als früher. Ihren Kunden geht es nicht um den Preis, sondern darum, immer einen Ansprechpartner zu haben. Daher mögen manche Branchen zwar verschwinden, allerdings gibt es einige Spezialisten, die ebenso davon profitieren.

Welche Branchen werden in der Zukunft ebenfalls verschwinden?

Noch immer befindet sich das Internet in einem stetigen Wandel und definiert sich in regelmäßigen Abständen durch moderne Entwicklungen neu. In den ersten Jahren des Webs war nicht einmal absehbar, dass der Einfluss auf den Handel so groß sein würde. Daher ist es auch heute noch so, dass schon kleine Innovationen dazu führen können, dass auch andere lokale Branchen sich plötzlich in der Situation der Gelben Seiten oder des Buchhandels wiederfinden.

Ein Beispiel aus der Gegenwart ist etwa das Glücksspiel. Waren Spielbanken oder „Spielhöllen“ noch ein normales Bild in den meisten Städten, verschwinden diese immer mehr. Stattdessen nehmen Onlinepoker und die Casinos wie z.B. www.online-casino.de im Internet nun diese Rolle für die Spieler ein. Einzig die Wettbüros erfreuen sich noch immer einer großen Beliebtheit, werden aber in der Regel ebenfalls von Unternehmen geleitet, die gut im Internet vertreten sind.Online

Man kann es als einen normalen Fortschritt sehen oder als bedauerlich empfinden, dass das Internet einen solchen Einfluss auf den lokalen Handel und die Dienstleistungen nimmt. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass das Web auch weiterhin den Alltag und das Leben vieler Menschen verändern wird.

Bildquelle:

Keine Kommentare

Keine Kommentare bisher.

Diesen Beitrag kommentieren