Die Weltreligionen

Als Weltreligionen werden diejenigen Religionen bezeichnet, die sich durch eine besonders hohe Anzahl ihrer Anhänger und eine überregionale Ausbreitung auszeichnen. Allgemein werden heute fünf existierende Religionen als Weltreligionen bezeichnet. Alle diese Weltreligionen sind recht alt. Diese sind das Christentum und der Islam mit jeweils über einer Milliarde Anhänger und der Hinduismus, der Buddhismus und das Judentum mit jeweils mehreren Millionen Gläubigen. Jedoch werden, je nach Auffassung des Begriffs, auch weitere Glaubensrichtungen von einigen Wissenschaftlern als Weltreligionen aufgefasst. Die Weltreligionen erheben für sich einen universellen Geltungsanspruch. Aus diesem Grund können Interessierte einer Weltreligion beitreten, ohne dass eine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stamm, Volk oder Klan bestehen muss.
Die verschiedenen Weltreligionen werden durch ihre unterschiedlichen Glaubensrichtungen und -ansätze definiert. Doch trotz der unterschiedlichen Auffassungen werden die Weltreligionen auch durch einige gemeinsame Ansätze miteinander verbunden.
Das Christentum hat die Lehren des Jesus von Nazareth, der als der Messias gilt, als Basis und ist in drei Hauptströmungen unterteilt: die römisch-katholische, die orthodoxe und die protestantische Kirche. Die Heiligen Schriften des Christentums sind das Alte und das Neue Testament, die in der Bibel zusammengefasst werden. Nach der christlichen Lehre ist der Sonntag ein wöchentlicher Feiertag und Weihnachten, Ostern, Karfreitag, Himmelfahrt und Pfingsten sind hohe Feiertage des Jahres.
Im Judentum gibt es ebenfalls drei unterschiedliche Strömungen: die Orthodoxe, Konservative und Liberale. Die Tora ist die Heilige Schrift des Judentums. Nach der judischen Lehre ist der Sabbat ein heiliger Feiertag, an dem nicht gearbeitet und nichts Unreines angefasst werden darf.
Die Anhänger des Islams spalten sich in die beiden groben Strömungen der Sunniten und Schiiten. Die Heilige Schrift des Islams ist der Koran, der nach der islamischen Lehre dem Propheten Mohammed von Gott selbst diktiert wurde.
Der Hinduismus ist eine Weltreligion, in der Gewaltlosigkeit und Selbstlosigkeit die idealen Eigenschaften des Menschen sind. Im Hinduismus werden viele Götter angebetet, die jeweils eine bestimmte Aufgabe haben.
Die groben Strömungen des Buddhismus sind die Theravada und die Mahayana. Im Buddhismus gibt es keinen Schöpfer, dafür werden die Lehren Buddhas als heilig verehrt.

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