Welche Ausbildungsberufe werden wie bezahlt?

Die Entscheidung für einen der zahlreichen Ausbildungsberufe ist der erste Schritt ins eigene Berufsleben und sollte daher sehr gut durchdacht sein. Denn nicht nur die Zukunftschancen unterscheiden sich, sondern auch die Vergütungen der Ausbildungsberufe. Die grobe Unterteilung findet zuerst in kaufmännische und gewerbliche Ausbildungsberufe statt. Nicht immer sind kaufmännische Ausbildungsberufe besser bezahlt als gewerbliche. Ausschlaggebend ist stets wie groß das ausbildende Unternehmen ist und ob es an Tarifverträge gebunden ist, wie es unter anderem bei den großen Automobilherstellern in Deutschland der Fall ist. Innerhalb der kaufmännischen und gewerblichen Ausbildungsberufe gibt es jedoch auch Unterschiede. So sind zum Beispiel die Berufe der Bürokaufleute und Immobilienkaufleute zwar kaufmännisch, jedoch unterscheiden sich jedoch hier bereits die Ausbildungsvergütungen. Im monatlichen Durchschnitt erhalten Bürokaufleute im dritten Lehrjahr 845 Euro brutto, bei angehenden Immobilienkaufleuten sind es hingegen schon 930 Euro.
Ein Auszubildender zum Binnenschiffer erhält zum Vergleich im letzten Lehrjahr etwa 1043 Euro brutto und ist damit einer der bestbezahlten Ausbildungsberufe. Hohe Vergütungen werden auch innerhalb der Ausbildungsberufe Straßenbauer, Maurer und Zimmerer gezahlt. Diese erhalten durchschnittlich eine monatliche Zahlung von 859 Euro. Besonders gering sind die Ausbildungsvergütungen bei manchen handwerklichen Ausbildungen. Zwei der am schlechtesten bezahlten Berufe sind der Maßschneider mit einem Durchschnittsverdienst von 189 Euro im Monat und Bauten- und Objektbeschichter mit 358 Euro. Aber auch Friseure gehören zu den Verdienstverlierern. Je nachdem ob die Ausbildung im Westen oder im Osten Deutschlandsabsolviert wird, beträgt der monatliche Durchschnittslohn zwischen 419 Euro in den alten Bundesländern und 266 Euro in den neuen Bundesländern. Schuhmacher können mit bis zu 312 Euro rechnen.Bereits die Vergütung innerhalb der einzelnen Ausbildungsberufe weist tendenziell auf den späteren Lohn beziehungsweise das Gehalt hin, das man als ausgebildete Fachkraft erreichen wird. Auch ausgebildete Friseure, Bäcker oder Fleischereifachverkäufer sind auf der Gehaltstabelle weit unter Maurern, Industriekaufleuten oder Anlagenmechanikern zu finden. So sollte bei der Auswahl unter den zahlreichen Ausbildungsberufen stets auch die zukünftigen Perspektiven beachtet werden sowie Möglichkeiten zu Fort- und Weiterbildungen.

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