Die Risiken eines Piercing

Belly button

Jeder, der sich ein Piercing machen lässt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass mit dem Stechen und Tragen eines Piercings Risiken verbunden sind. 

Das erste Risiko ist das Stechen des Piercings selbst. Um spätere Komplikationen möglichst gering zu halten, sollte dies von einem erfahrenen und professionellen Piercer durchgeführt werden. Zudem sollte darauf aufgepasst werden, dass das Piercen unter hygienischen Bedingungen geschieht, um die Übertragung von Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV zu vermeiden.

Bei der Auswahl des Piercingschmucks sollte darauf geachtet werden, dass dieser sich für das entsprechende Piercing eignet, um eine Abstoßungsreaktion zu vermeiden. Um eine allergische Reaktion durch den Piercingschmuck auszuschließen, sollte zudem ein Material gewählt werden, das weder Nickel noch Blei oder Cadmium enthält.

Da es sich bei einem Piercing zunächst um eine Wunde handelt, sind Schwellungen, Rötungen und geringe Blutungen in den ersten Tagen normal. Kommt es allerdings zu einer schmerzhaften Entzündung mit Eiterbildung, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eventuell ist es dann notwendig, das Piercing zu entfernen.

Die Hauptrisiken eines Piercings sind neben Infektionen, Blutungen und allergischen Reaktionen auch Ausrisse und Narbenbildungen. Darüber hinaus gibt es je nach Lokalisation des Piercings spezielle Risiken. Untersuchungen haben ergeben, dass Genital-, Brustwarzen- und Zungenpiercings besonders häufig Komplikationen mit sich bringen. Ein Piercing im Genitalbereich kann zu Verletzungen beim Geschlechtsverkehr führen, zudem können durch ein Genitalpiercing ausgelöste aufsteigende Infektionen unfruchtbar machen. Während Brustwarzenpiercings Probleme beim Stillen verursachen können, kommt es bei Zungenpiercings häufig zu Schwellungen. Zungen- und Lippenpiercings können außerdem Schäden an Zähnen und Zahnfleisch auslösen. Besonders schnell entzünden sich Bauchnabelpiercings. Auch bei Ohrknorpelpiercings kommt es häufig zu lokalen Infektionen. Durch ein offen getragenes Piercing aus Metall kann es bei Temperaturen unter -10°C zu Erfrierungen kommen. Des Weiteren kann ein Piercing bei der bildgebenden Diagnostik Schwierigkeiten bereiten.

Neben diesen gesundheitlichen Aspekten sollte man sich ein weiteres Risiko vor Augen führen: Nicht jeder Arbeitgeber findet den metallischen Körperschmuck ästhetisch. Insofern kann ein sichtbares Piercing auch Probleme bei der Jobsuche bereiten.

Keine Kommentare

Keine Kommentare bisher.

Diesen Beitrag kommentieren