Die Urpsprünge der heutigen Musik

Eine moderne Rockband

Musikexperten pflegen zwischen U- und E-Musik zu unterscheiden, wobei das U für Unterhaltungsmusik und das E für „ernste Musik“ steht – Überschneidungen zwischen den Richtungen sind nicht nur möglich, sondern tragen sowohl dazu bei, die Musik zu bereichern als auch die Begrifflichkeiten immer wieder neu zu definieren und zu hinterfragen. Während ernste Musik in der Regel klassische Musik und Teile des Jazz‘ umschließt, sind Musikrichtungen im eigentlichen Sinne eher jene, die das U im Namen tragen.

Musiker jeglicher Couleur – und selbst jene, die sich Industrial- oder Elektropop verschrieben haben – räumen in der Regel ein, dass sich die Ursprünge fast aller heute weltweit verbreiteten kommerziellen Musikrichtungen im Blues finden lassen. In jener Musik also, die in New Orleans und Umgebung und von Sklaven und ihren Nachfahren angestimmt wurde und viel über die leidlichen Lebensbedingungen zum Ausdruck brachte. Es sollte allerdings ein weißer Interpret sein, der der heute auch als Rockmusik bezeichneten Musik den ausschlaggebenden Anstoß versetzte und zum kommerziellen Durchbruch verhalf. Zwar hatten es auch schon zuvor unterschiedliche R’B- und Blues-Größen zu einiger Berühmtheit gebracht, doch erst mit dem Namen Elvis Presley festigt und verbreitet sich in den 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine der Musikrichtungen, die bis heute noch unvermindert nachklingt: Der Rock’n Roll.Es ist die Eigenart der meisten Musikrichtungen, dass sie sich verselbständigen und sich immer wieder neu definieren. So ritten auf der Welle, die Elvis Presley anstieß zunächst vielerlei Rockgrößen, die von den Stones und den Beatles reichten und die 60er Jahre prägten. Diese Welle aber brandete im Disco- und Partyfieber der 70er Jahre und streute von dort aus in sämtliche Richtungen. Seit dem verlieren sich die Musikrichtungen in eine Vielzahl von Einzelrichtungen, deren Bögen sehr weit zu spannen wären und sich in einem Ausdruck wiederfinden: Pop.

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