Deutsche Rentenversicherung – Das deutsche Rentensystem im Überblick

Die deutsche Rentenversicherung hat 2005 bundesweit die Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung übernommen. Die deutsche Rentenversicherung hat verschiedene Rentenversicherungssparten. Hierzu gehören die Waisenrenten, Witwen- oder Witwerrenten. Diese zahlen beim Eintritt des jeweiligen Leistungsfalles. Im Berufsleben gibt es noch die Erwerbsunfähigkeitsrente. Diese zahlt nur noch, wenn keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt werden kann. Die frühere Berufsunfähigkeitsrente gehört damit heute nicht mehr in die deutsche Rentenversicherung und ist zu einem wichtigen Bestandteil der privaten Vorsorge für alle Berufstätigen geworden.

Allgemein bekannt ist die deutsche Rentenversicherung als gesetzliche Altersrente. Das ist auch der wichtigste Bereich. Hier zahlen alle Arbeitnehmer, bis zu einer jährlich neu festgelegten Beitragsbemessungsgrenze, einen prozentualen Betrag vom Bruttolohn in die deutsche Rentenversicherung ein. Knapp 50 % zahlt auch der Arbeitgeber dazu.

Etwa 75 % der Einnahmen in die deutsche Rentenversicherung kommen über Beiträge, und ca. 25 % über Zuschüsse des Bundes. Durch zu wenig geborene Kinder, hohe Arbeitslosenzahlen und den steigenden Niedriglohnsektor sinkt das Beitragsaufkommen in die deutsche Rentenversicherung. Dazu kommt noch die gestiegene Lebenserwartung und damit verbunden die längere Bezugsdauer der Rente. Das Rentenniveau wird sich damit in den kommenden Jahren weiter nach unten bewegen und Experten sagen 2030 eine staatliche Rente von ca. 35 % des letzten Verdienstes voraus.

Damit gehören heute zum deutschen Rentensystem neben der gesetzlichen Rente auch die Möglichkeiten der freiwilligen privaten Altersvorsorge. Hier hat der Staat geförderte Modelle entwickelt. So ist die betriebliche Altersvorsorge ein weiteres Standbein im Rentensystem. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen gemeinsam in einen Rentenfond ein und können die Zahlungen steuerlich geltend machen. Als drittes Standbein gilt die freiwillige private Altersvorsorge. Hier zählen die Riester Rente für Arbeitnehmer und Angestellte und die Rürup Rente für Gewerbetreibende und Selbständige zu den bekanntesten geförderten Modellen.

Nach Abschluss von zertifizierten Verträgen gibt es bei der Riester Rente jährlich Zuschüsse vom Staat und bei Rürup können die Einzahlungen jährlich steigend von der Steuer abgesetzt werden. Weiterhin sind diese Verträge in der Ansparphase nicht pfändbar und können auch bei Insolvenz, oder Arbeitslosigkeit nicht angegriffen werden. Kapitallebensversicherungen, die länger als 12 Jahre laufen, sind bei der Auszahlung steuerlich noch begünstigt.
Nur wer neben der Einzahlung in die deutsche Rentenversicherung rechtzeitig beginnt, eine private Altersvorsorge aufzubauen, kann im Alter seinen gewohnten Lebensstandard halten.

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